Genmab Aktie: Petosemtamab sorgt für Kursziel-Rally!
Guggenheim erhöht sein Kursziel auf 80 Dollar; Petosemtamab erreicht in einer Phase-3-Zwischenanalyse beide primären Endpunkte.

- Guggenheim hebt Ziel auf 80 Dollar
- Truist setzt Kursziel auf 67 Dollar
- Kombination erreicht beide Studienendpunkte
- Genmab plant Gespräche mit Zulassungsbehörden
Guggenheim hat das Kursziel für Genmab gestern Medienberichten zufolge von 58 $ auf 80 $ angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Damit setzt sich die Reihe positiver Analystenaktionen fort. Für Anleger ist dabei entscheidend: Die höheren Ziele stehen neben klinischen Erfolgen bei Petosemtamab, ersetzen aber keine regulatorische Entscheidung.
Höhere Ziele bei unveränderten Kaufempfehlungen
Bereits am Donnerstag erhöhte Truist Financial Medienberichten zufolge sein Kursziel von 45 $ auf 67 $. Auch dieses Haus bestätigte die Kaufempfehlung. Weitere Analysten hoben ihre Ziele ebenfalls an und hielten an positiven Empfehlungen fest.
Die jüngsten Änderungen betreffen damit vor allem das erwartete Kurspotenzial. Bei den beiden genannten Häusern änderte sich die grundsätzliche Anlageempfehlung nicht. Die höheren Zielmarken sind Einschätzungen der Analysten, keine zugesicherten Kursniveaus.
Die Aktie verzeichnet auf Siebentagessicht ein Plus von 31%. Damit trifft die optimistischere Bewertung der Analysten auf einen bereits deutlich gestiegenen Kurs. Für die weitere Einordnung bleibt deshalb die Frage zentral, welche klinischen Ergebnisse die Erwartungen tragen.
Petosemtamab liefert die klinische Grundlage
In der bereits gemeldeten Phase-3-Zwischenanalyse der Studie LiGeR-HN1 erreichte Petosemtamab zusammen mit Pembrolizumab beide primären Endpunkte. Untersucht wurde die Erstbehandlung von Patienten mit PD-L1-positivem, wiederkehrendem oder metastasiertem Kopf-Hals-Krebs.
Nach Angaben von Genmab verringerte die Kombination das Sterberisiko gegenüber Pembrolizumab allein um 50%. Zugleich verbesserte sie die objektive Ansprechrate signifikant. Das Ergebnis beschränkt sich somit nicht auf das Ansprechen der Tumoren, sondern umfasst auch einen Überlebensvorteil.
Genmab plant Gespräche mit den weltweiten Zulassungsbehörden. Diese Absicht ist von einer Zulassung klar zu unterscheiden. Die klinischen Resultate bilden die Grundlage für den geplanten regulatorischen Austausch; sie nehmen dessen Ergebnis nicht vorweg.
Parallel erweitert Genmab die klinische Entwicklung von Petosemtamab. Am 24. Oktober kündigte das Unternehmen gemeinsam mit Incyte eine Studienkooperation für metastasierten Darmkrebs mit KRAS-G12D-Mutation an.
Genmab soll dabei Petosemtamab mit Incytes INCB161734 und einer Standardchemotherapie in der Erstbehandlung untersuchen. Incyte wird die Studie mitfinanzieren und den eigenen Wirkstoff bereitstellen. Die Vereinbarung beschreibt damit ein weiteres Entwicklungsvorhaben, keinen bereits belegten Behandlungserfolg.
Die höheren Analystenziele bündeln somit zusätzliche Erwartungen an Genmab. Für Anleger bleiben zwei Ebenen auseinanderzuhalten: der bereits gezeigte klinische Nutzen bei Kopf-Hals-Krebs und das Potenzial weiterer Anwendungen, das erst noch geprüft werden muss.
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