Gerresheimer Aktie: Klare Herausforderungen!
Gerresheimer ernennt erfahrenen Turnaround-Manager Wolf Lehmann zum CFO, um nach massivem Aktienverlust und aktivistischem Druck das Anlegervertrauen wiederherzustellen.

- Neuer Finanzchef übernimmt in schwieriger Marktphase
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 39 Prozent gefallen
- Drei aktivistische Investoren üben massiven Druck aus
- Verkauf der Hohlglas-Sparte steht strategisch im Fokus
Ein Führungswechsel als Rettungsanker? Der Düsseldorfer Pharmaspezialist Gerresheimer setzt auf einen erfahrenen Finanzmanager, um das ramponierte Anlegervertrauen wiederherzustellen. Wolf Lehmann übernimmt ab heute das CFO-Amt – genau zum richtigen Zeitpunkt.
Der neue Finanzchef tritt ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger Dr. Bernd Metzner verlässt das Unternehmen nach sechs Jahren genau einen Tag vor Lehmanns Amtsantritt. Die Herausforderungen sind immens: wiederholte Prognosekorrekturen, ein um 39 Prozent eingebrochener Aktienkurs seit Jahresbeginn und zunehmender Druck aktivistischer Investoren.
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Erfahrener Sanierer übernimmt Finanzsteuerung
Lehmann bringt genau das mit, was Gerresheimer jetzt braucht: internationale Krisenerfahrung. Seine Stationen lesen sich wie ein Lehrbuch für Turnaround-Situationen:
• 30 Jahre Managementerfahrung bei GE, Wilsonart International und BEFESA
• Begleitung des Börsengangs von BEFESA und Aufstieg in den MDAX
• Zuletzt Operating Partner bei Private-Equity-Gesellschaft Triton
Barclays zeigt sich von der Personalie beeindruckt und prognostizierte eine positive Marktreaktion. Doch kann der neue CFO liefern, was die Märkte fordern?
Aktivisten im Nacken: Verkauf der Hohlglas-Sparte als Gamechanger?
Der Führungswechsel kommt nicht zufällig. Gleich drei aktivistische Investoren üben massiven Druck auf die Unternehmensführung aus. Active Ownership Capital, mit über 7 Prozent Anteil zweitgrößter Aktionär nach Goldman Sachs, fordert eine strategische Überprüfung des gesamten Unternehmens.
Konkret geht es um die bereits angekündigte Trennung von der Hohlglas-Sparte. Die Aktivisten drängen auf einen schnellen Verkauf, um Cashflow zu generieren und Schulden abzubauen. Ein heikler Balanceakt für den neuen Finanzvorstand zwischen investorfreundlicher Geschwindigkeit und optimalen Verkaufserlösen.
Kapitalmarkttag verschoben: Zeichen der Neuausrichtung?
Die Verschiebung des für Oktober geplanten Capital Markets Day spricht Bände. Zusammen mit einem weiteren anstehenden Vorstandswechsel – im November folgt Dr. Lukas Burkhardt auf Achim Schalk – deutet alles auf einen kompletten Neustart der Strategiekommunikation hin.
Die Bilanz der letzten Monate ist verheerend: Die Aktie notiert bei 42,82 Euro, nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 42,24 Euro. Zum Allzeithoch bei 105,30 Euro fehlen satte 59 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 62,10 Euro zeigt das Ausmaß der Hausse – ganze 31 Prozent.
Die entscheidende Frage: Schafft es der neue CFO, die Glaubwürdigkeit in der Finanzkommunikation wiederherzustellen und die verkaufte Hohlglas-Sparte gewinnbringend zu versilbern? Oder bleibt Gerresheimer ein Fall für Aktivisten und Übernahmekandidaten?
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