Gerresheimer Aktie: Positive Marktreaktion erwartet

Kreditgeber von Gerresheimer stimmen Aufschub zu. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen, während Bilanzprüfungen andauern.

Die Kernpunkte:
  • 96 Prozent der Gläubiger stimmen zu
  • Aufschub für Finanzkennzahlen bis September
  • Aktie legt um knapp fünf Prozent zu
  • Verkauf von Centor-Tochter geplant

Gerresheimer hat eine schwierige Woche mit einem klaren Signal abgeschlossen. Die Kreditgeber stehen hinter dem Verpackungsspezialisten — und das mit überwältigender Mehrheit.

Banken stimmen Fristverlängerung zu

Gläubiger, die 96 Prozent eines Kreditvolumens von rund 870 Millionen Euro repräsentieren, haben einer Verlängerung der Vorlagefristen zugestimmt. Das Unternehmen erhält damit einen Aufschub bis September 2026 für bestimmte finanzielle Kennzahlen. Den testierten Jahresabschluss plant Gerresheimer nun für Juni.

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Das akute Risiko einer vorzeitigen Kreditkündigung ist damit deutlich gesunken. Kein Wunder, dass die Aktie am Freitag um knapp fünf Prozent auf 24,58 Euro zulegte.

Der Hintergrund: BaFin-Prüfung und interne Untersuchungen zur Umsatzrealisierung in den Jahren 2024 und 2025 laufen weiter. Die Bilanzierungsfragen bleiben ungelöst. Die Zustimmung der Banken gibt dem Management jedoch den nötigen Spielraum, die Aufarbeitung geordnet abzuschließen.

Operatives Geschäft im Blick

Trotz der Unsicherheiten hält Gerresheimer an seinen Zielen fest. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 2,3 und 2,4 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 18 und 19 Prozent liegen.

Parallel läuft der Verkaufsprozess der US-Tochter Centor. Das Interesse potenzieller Käufer sei hoch, teilt das Unternehmen mit. Der Abschluss soll noch in diesem Jahr erfolgen und die Schuldenlast weiter senken.

Charttechnik und nächste Termine

Technisch orientierte Marktteilnehmer beobachten nun die Zone um 24,80 Euro. Ein nachhaltiges Überwinden dieser Marke gilt als Voraussetzung dafür, dass der langfristige Abwärtstrend endet. Die Unterstützung bei 22,60 Euro hat sich zuletzt gefestigt.

Die Hauptversammlung, ursprünglich für Ende des zweiten Quartals geplant, wurde verschoben. Einen neuen Termin will das Unternehmen nach der Veröffentlichung des Geschäftsberichts im Juni bekanntgeben — dann dürfte auch die fundamentale Neubewertung der Aktie beginnen.

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