Gerresheimer Aktie: Wahrheit naht
Der Verpackungsspezialist Gerresheimer stellt am 26. Februar seinen bereinigten Jahresabschluss vor. Die Bilanzkorrekturen und die strategische Neuausrichtung stehen im Fokus der Anleger.

- Bereinigte Jahreszahlen für 2025 stehen an
- Umsatzbuchungen werden korrigiert
- Verkauf der Glas-Sparte geplant
- GLP-1-Sparte wächst dynamisch
Der Verpackungsspezialist steht vor einer Bewährungsprobe. Nach den im Dezember 2025 bekannt gewordenen Bilanzanpassungen blicken Anleger nervös auf den 26. Februar. Der anstehende Geschäftsbericht muss zeigen, wie tief die Spuren der korrigierten Umsatzbuchungen wirklich sind und ob das Management das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückgewinnen kann.
Bilanzierung auf dem Prüfstand
Im Fokus des Interesses stehen die angekündigten Korrekturen bei der Umsatzerfassung. Gerresheimer hatte Ende des vergangenen Jahres eingeräumt, Umsätze aus sogenannten „Bill-and-Hold“-Vereinbarungen vorzeitig verbucht zu haben. Diese Praxis soll künftig der Vergangenheit angehören.
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Der kommende Jahresbericht wird nun erstmals die bereinigten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 präsentieren. Für Investoren ist entscheidend, wie stark sich diese Bereinigung auf das operative Ergebnis auswirkt und ob damit alle Altlasten restlos beseitigt sind. Transparenz ist hier der Schlüsselfaktor für eine mögliche Neubewertung der Aktie.
Strategische Neuausrichtung läuft
Neben der Aufarbeitung der Vergangenheit treibt der Konzern den Umbau des Geschäftsmodells voran. Wichtige Punkte auf der Agenda:
- Verkauf der Glas-Sparte: Das Geschäft mit Formglas (Moulded Glass) soll als eigenständige Einheit abgespalten und verkauft werden. Marktteilnehmer warten auf konkrete Fortschritte dieses Prozesses, der die Komplexität des Konzerns reduzieren soll.
- Sparprogramm: Das im Oktober 2025 gestartete Transformationsprogramm zielt auf Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen ab. Erste greifbare Resultate dieser Maßnahmen werden bereits im Jahresabschluss erwartet.
Gemischtes Marktumfeld
Operativ agiert das Unternehmen in einem zweigeteilten Markt. Während die Nachfrage nach Drug-Delivery-Systemen – getrieben durch den Boom bei Abnehmspritzen (GLP-1) und Biologika – dynamisch wächst, schwächeln zyklische Bereiche wie Kosmetikverpackungen weiterhin.
Der 26. Februar markiert damit eine Zäsur für die weitere Kursentwicklung. Gelingt dem Management eine lückenlose Aufklärung der Bilanzthemen bei gleichzeitig robustem Ausblick für die boomende GLP-1-Sparte, bestehen Chancen auf eine Bodenbildung. Anleger sollten den Termin rot im Kalender markieren, da die Reaktion auf die bereinigten Daten den Trend für die kommenden Monate diktieren wird.
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