Gerresheimer will nach gutem Geschäftsjahr seine Dividende erhöhen

Beim Spezialisten für Pharmaverpackungen Gerresheimer lief es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 recht gut. Wie das Unternehmen heute Morgen mitteilte, konnte man sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zulegen und damit die selbst gesteckten Wachstumsziele erreichen. Daran sollen auch die Aktionäre mit einer höheren Dividende teilhaben.

Im zurückliegenden Jahr erreichte Gerresheimer ein Umsatzplus um 7 % auf 1,37 Milliarden Euro. Damit verfehlte man zwar die Analystenschätzungen, die sich bis auf 1,42 Milliarden Euro beliefen. Allerdings ist hier nur eine bedingte Vergleichbarkeit gegeben, da Gerresheimer im Verlaufe des letzten Quartals den Verkauf des Geschäftsbereichs Life Science Research abwickeln konnte und die Umsatzausweise bzw. Prognosen unterschiedlich bereinigt wurden.

Gerresheimer unter Einfluss eines Spartenverkaufs

Beim bereinigten EBITDA erreichte Gerresheimer ein Zuwachs um 11 % auf 308 Millionen Euro. Auch hier verfehlte man die Analystenprognosen, die bei 324 Millionen Euro gelegen hatten. Doch auch hier trifft das schon Gesagte hinsichtlich der Bereinigung des Spartenverkaufs zu.

Im Endergebnis konnte der MDAX-Wert nach Steuern und Dritten ein Plus von 16,7 % auf 121,6 Millionen Euro ausweisen. Dies war deutlich mehr als erwartet, aber eben auch durch die Sondererlöse aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Life Science bestimmt. Immerhin: In der Gesamtrichtung bleibt die Wachstumsdynamik erhalten.

Höhere Dividende signalisiert

Aufgrund der guten Ergebnisse will Gerresheimer auch die Aktionäre mit einer höheren Dividende am Unternehmenserfolg beteiligen. Hier plant das Unternehmen eine Erhöhung auf 1,05 Euro je Aktie nach 0,85 Euro je Aktie im Vorjahr. Auf Basis der aktuellen Kurse ergäbe sich daraus eine Dividendenrendite von rund 1,4 %.

Für das neue Geschäftsjahr zeigt sich Gerresheimer grundsätzlich optimistisch, allerdings mit Einschränkungen, da man stark von der weiteren Entwicklung im Dollar abhängig ist. So gibt das Unternehmen eine Umsatzprognose von rund 1,43 Milliarden Euro aus, allerdings mit möglichen Abweichungen von 25 Millionen Euro nach oben oder unten. Das operative Ergebnis auf Basis EBITDA soll im laufenden Jahr 320 Millionen Euro erreichen (+/-10 Millionen Euro). Unter dem Strich soll der Gewinn je Aktie auf 4,20 bis 4,55 Euro zulegen können. Im vergangenen Jahr waren es 4,22 Euro je Aktie.

Das durchwachsende Ergebnis mit den beschriebenen Prognoseverfehlungen sorgt dafür, dass die Aktie zum Handelsbeginn mit fast 5 % Verlust startet.

%d Bloggern gefällt das: