GfK schreibt weiter rot

Das jüngste Quartalsergebnis von GfK zeigte erneut rote Zahlen. Wenn auch nicht mehr so katastrophal wie im Vorquartal, als das Unternehmen 148,3 Mio. Euro Verlust schrieb. Dieser führte im Sommer zum Rücktritt des Konzernvorstands.

© GfK
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Das fünftgrößte Marktforschungsinstitut der Welt legte am Montag seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Unter dem Strich stand ein Minus von 6,6 Mio. Euro. Für die ersten neun Monate des Jahres summierten sich die Verluste somit auf 139,4 Mio. Euro. Im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum, als noch ein Gewinn von 51,4 Mio. Euro in den Büchern stand.

Geschäft von GfK bleibt durchwachsen

Vorstandssprecher Gerhard Hausruckinger betonte: "Die Entwicklung zeigt ein durchwachsenes Bild und wir sind noch nicht zufrieden. Lichtblicke sind insbesondere die guten Fortschritte in unserem Operations-Bereich, ein verbesserter Auftragseingang bei Consumer Experiences und ein höherer Cashflow."

Der Umsatz von GfK ging in den ersten neun Monaten organisch um 1,7 % auf 1.077 Mio. Euro zurück. Der Sektor Consumer Choices ist dabei zwar um 5,4 % gewachsen, aber der Sektor Consumer Experience zeigte einen Rückgang von 7,4 %. Das angepasste operative Ergebnis summierte sich auf 101,1 Mio. Euro, was einer Marge von 9,4 % zu 10,6 % in 2015 entspricht. Der Cashflow stieg allerdings um 8,5 % auf 130,4 Mio. und die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber 2015 um 24,7 Mio. Euro.

Firma hofft auf mehr Aufträge

Die negativen Entwicklungen sind auf Abschreibungen auf den Firmenwert im Geschäftsbereich Consumer Experience zurückzuführen. Dieser beschäftigt sich mit dem Verhalten, der Wahrnehmungen und Einstellungen von Verbrauchern und beantwortet die Fragen, wer, warum und wie konsumiert.

Dieser Sparte mangelt es an Aufträgen. Es sollen aber im vierten Quartal wieder mehr werden, wenn man den Unternehmensangaben folgt. "Um die Ergebnisse zu verbessern und GfK nachhaltig erfolgreich im Markt zu positionieren, setzen wir die bereits eingeleiteten Maßnahmen konsequent weiter um."

Die Reaktion an der Börse fiel verhalten negativ aus. Positiv wurde durchaus die Verlustreduzierung gesehen. Dennoch sehen die Anleger darin keinen Grund, die Bewertung der Aktie weiter auszubauen. Diese liegt heute mit mehr als 1 % im Minus.

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