GfK: Was der erfolgreiche Einstieg von KKR bedeutet

Faktisch in letzter Minute konnte der amerikanische Finanzinvestor KKR sein Übernahmeziel beim deutschen Marktforscher GfK erreichen. Die Amerikaner hatten 43,50 Euro je Aktie geboten und als Bedingung gemacht, dass eine Mindestannahmeschwelle von 18,54 % erreicht wird. Diese Zielmarke konnte man am vergangenen Freitag um Mitternacht überschreiten.

© GfK

Damit hat KKR auf den letzten Metern auch den überraschenden Konkurrenten Michael Dell ausstechen können. Der Gründer und Chef des gleichnamigen Computerherstellers hatte in den vergangenen Wochen für Wirbel gesorgt, nachdem sein Investmentfonds überraschend gut 10 % der GfK-Anteile eingesammelt hatte. Allerdings konnte dieses als Störmanöver gewertete Geschehen am Ende den Einstieg von KKR nicht mehr verhindern.

KKR hat mit seinem Partner nun das Sagen

Zusammen mit dem GfK-Verein, in dem rund 600 Firmen, Kammern und Einzelpersonen engagiert sind, kommt KKR nun auf über 75 %, womit beide Partner das alleinige Sagen in der Firma haben. Wobei die Private-Equity-Firma noch einmal GfK-Aktionären vom 16. Februar bis 1. März eine zweite Chance zur Andienung ihrer Anteile geben will.

Von Seiten der GfK hofft man, mithilfe von KKR insbesondere auf dem amerikanischen Markt besser Fuß zu fassen. Ein weiterer Schwerpunkt ist, dass Marktforschung-Unternehmen fit zu machen für die fortschreitende Digitalisierung des Geschäftes.

GfK sollte verkauft werden

Aus unserer Sicht ist bezüglich eines Investments bei GfK der sprichwörtliche „Drops gelutscht“. Dass die Aktie des Marktforschers derzeit über dem angebotenen Übernahmepreis von KKR notiert, resultiert wohl aus der Hoffnung mancher Anleger, dass KKR hier noch einmal nachbessern könnte. Damit ist allerdings nicht zu rechnen, da das strategische Ziel der Mehrheit erreicht worden ist. Anleger, die jetzt nicht aussteigen, laufen Gefahr, in einer lahmen Ente gefangen zu bleiben.

Viel spannender finden wir da die Überlegung, direkt bei KKR einzusteigen. Denn die Beteiligungsgesellschaft macht mindestens aus charttechnischer Sicht derzeit eine spannende Offerte. Wir werden uns KKR und seine Peer Group in der neuen Ausgabe von „Börse Global“ genauer anschauen und hier entsprechende Investmentansätze formulieren.

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