GK Software präsentiert weiterhin rote Zahlen

Anteilsinhaber des Softwareanbieters GK Software hatten in diesem Jahr nicht viel Grund zur Begeisterung. Die Aktie lag seit Anfang April in einem kontinuierlichen Abwärtstrend und fand ihren Boden dann Mitte Oktober. Zu diesem Zeitpunkt erreichten die Papiere bei 28,93 Euro ein neues Jahrestief. Zwar konnte der Wert sich davon wieder erholen, es bleibt jedoch fraglich ob dieses Niveau an Stabilität gewinnt.

 

© GK Software
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Heute gab GK Software einen ersten Einblick in den Verlauf der ersten neun Monate dieses Geschäftsjahres. Danach gelang es dem Konzern nach vorläufigen Zahlen, den Umsatz auf 41,98 Mio. Euro zu steigern. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 37,3%.

 

Verluste bei GK Software weiten sich aus

Schlechter sah es hingegen beim operativen Ergebnis aus. Nach -2,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum lag das EBIT aktuell bei -3,31 Mio. Euro. Vor allem die Nebenkosten für die Akquisition in den USA wurde vom Unternehmen hierfür als Grund genannt. Die EBIT-Marge, bezogen auf den Umsatz, sank von -7,3% im Vorjahreszeitraum auf 7,9%. Der vollständige Bericht soll voraussichtlich am 26. November unter diesem Link veröffentlicht werden.

Damit knüpft GK Software an die Entwicklung im 1. Halbjahr an. Auch hier wurde zwar eine Steigerung des Umsatzes um fast 33% verzeichnet. Letztendlich stieg jedoch der operative Verlust im Vergleich zum Vorjahr deutlich an.

 

Weiterhin mangelnde Profitabilität

Der Vorstand geht für das laufende Quartal von weiteren Umsatzsteigerungen aus, so dass dieser im Gesamtjahr deutlich über dem des Vorjahres liegen soll. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich Sondereffekte aufgrund von Expansionskosten und Abschreibungen weiter negativ auf die Profitabilität auswirken werden. Daher rechnet der Konzern mit einem Ergebnis im leicht negativen Bereich.

Ob sich der Markt hiermit zufrieden zeigt, muss abgewartet werden. Zwar konnte sich GK Software deutlich auf dem amerikanischen Markt durch die Übernahme von DBS verstärken. Allerdings verbunden mit hohen Investitionskosten.

Der Konzern hat es sich zum Ziel gesetzt, langfristig den Umsatz zu verdoppeln. Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Allein mit hohen Umsätzen kann man keinen Blumentopf gewinnen und die Profitabilität ist bisher alles andere als erfreulich.

 

Enttäuschung scheint vorprogrammiert

Das scheint auch der Markt so zu sehen wie der Blick auf den Chart deutlich zeigt. Die Anlegerseite erwartet schwarze Zahlen und die konnte GK Software bisher in diesem Jahr nicht bieten. Daran wird auch das laufende Quartal nicht viel ändern.

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