Glencore Aktie: 18.600 Optionen am Mittwoch gehandelt

Starker Optionshandel mit Calls und strategischer Verkauf der Kidd Creek Mine prägen das aktuelle Bild bei Glencore.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um 1,5 Prozent
  • Über 18.600 Call-Optionen gehandelt
  • Verkauf der Kidd Creek Mine
  • Fokus auf großskalige Projekte

Die Glencore-Aktie steigt am Donnerstag um 1,53 Prozent auf 5,97 Euro. Der Rohstoffsektur erhält Rückenwind von positiven Impulsen bei Basismetallen. Doch ein weiteres Phänomen fällt auf: Der Optionshandel mit Glencore-Papieren explodiert.

Optionsmarkt signalisiert Zuversicht

Am Mittwoch wurden über 18.600 Glencore-Optionen gehandelt. Fast alle waren Call-Optionen — Wetten auf steigende Kurse. Besonders gefragt: Kontrakte mit Fälligkeit Juli 2026 und Basispreisen von 520 und 540 Pence.

Die implizite 3-Monats-Volatilität stieg leicht auf 35,54 Prozent. Marktteilnehmer setzen offenbar auf eine fortgesetzte Erholung. In London gehörte Glencore zu den stärksten Werten im FTSE 100, gemeinsam mit Branchennachbarn wie Anglo American. Die Minenwerte legten dort um über drei Prozent zu.

Portfolio wird schlanker

Parallel zum Handelsgeschehen treibt Glencore seine strategische Neuausrichtung voran. Der Konzern hat die Kidd Creek Mine an Discovery Mining verkauft. Der Kaufpreis: zehn Millionen US-Dollar.

Die kanadische Lagerstätte für Basismetalle soll 2026 noch deutliche Produktion liefern: 10.000 bis 15.000 Tonnen Zink, 5.000 bis 7.000 Tonnen Kupfer und rund 0,4 Millionen Unzen Silber.

Der Verkauf passt zur Strategie des Konzerns. Glencore konzentriert sich auf großskalige Projekte mit langen Laufzeiten. Kleinere oder reifere Anlagen werden abgestoßen.

Kurs im Spannungsfeld

Die kurzfristige Bilanz fällt durchwachsen aus. Auf 30 Tage verliert die Aktie 9,13 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dagegen ein Plus von 25,86 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 7,20 Euro aus Juni liegt rund 17 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Der RSI von 38,5 zeigt weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 70 Milliarden Euro.

In den kommenden Wochen legt die Branche ihre Produktionsberichte für das zweite Quartal vor. Dann zeigt sich, wie robust Glencore im volatilen Rohstoffumfeld operiert.

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