Glencore Aktie: Ankermieter gesichert

Der Rohstoffkonzern stockt seinen Abnahmevertrag auf drei Millionen Tonnen Flüssiggas jährlich auf und treibt damit die Finanzierung des Großprojekts in Louisiana voran.

Die Kernpunkte:
  • Langfristiger Abnahmevertrag über 20 Jahre Laufzeit
  • Glencore sichert ein Drittel der Projektkapazität
  • Finanzierungsentscheidung für LNG-Projekt rückt näher
  • Aktienkurs notiert nahe 52-Wochen-Hoch

Drei Millionen Tonnen LNG pro Jahr, 20 Jahre Laufzeit — Glencores Engagement beim US-Flüssiggasprojekt Commonwealth LNG hat eine neue Dimension erreicht. Mit der jüngsten Vertragsaufstockung positioniert sich der Rohstoffkonzern als einer der größten Einzelabnehmer des Louisiana-Projekts und bringt dieses gleichzeitig einem entscheidenden Finanzierungsschritt näher.

Vom Großkunden zum Anker

Bereits im Mai 2025 hatte Glencore zwei Millionen Tonnen jährliche LNG-Abnahme von Commonwealth vereinbart, gekoppelt an eine äquivalente Erdgaslieferung von Caturus (ehemals Kimmeridge Texas Gas) zu internationalen Netback-Preisen. Am 26. März unterzeichnete Commonwealth nun einen zusätzlichen Vertrag über eine Million Tonnen pro Jahr — ebenfalls für 20 Jahre. Das Gesamtvolumen klettert damit auf drei Millionen Tonnen, was knapp einem Drittel der geplanten Gesamtkapazität des 9,5-Millionen-Tonnen-Projekts entspricht.

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Auch Mercuria stockte auf: Der Schweizer Rohstoffhändler wird künftig 1,5 Millionen Tonnen jährlich abnehmen, nach zuvor einer Million Tonnen.

Finale Investitionsentscheidung rückt näher

Commonwealth hat inzwischen 8 von 9,5 Millionen Tonnen Jahreskapazität unter Vertrag — genug, um den Finanzierungsprozess anzustoßen. Das Unternehmen kündigte an, sobald die Vermarktung abgeschlossen sei, auf eine finale Investitionsentscheidung in den kommenden Wochen hinzuarbeiten. Rund eine Million Tonnen will Commonwealth für den Eigenhandel behalten.

Zu den weiteren Langfristkäufern zählen EQT LNG Trading, Petronas LNG und Aramco Trading Americas. Die EQT-Volumina ersetzten dabei eine Million Tonnen, die Japans JERA zuvor storniert hatte.

Vorbereitende Bauarbeiten auf dem Gelände in Louisiana haben bereits Anfang März begonnen. Während der Bauphase sollen bis zu 2.000 Arbeiter beschäftigt werden, der Betrieb der Anlage ist für 2030 vorgesehen und soll 300 Dauerstellen schaffen. Der erste LNG-Export wird für 2029 erwartet, das Projekt soll jährlich rund 3,5 Milliarden US-Dollar an Exporterlösen generieren. Die Glencore-Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn rund 37 Prozent zugelegt — die langfristige Festlegung im LNG-Bereich unterstreicht die laufende Neuausrichtung des Energiehandelsportfolios.

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