Glencore Aktie: Doppelschlag am Rohstoffmarkt
Die Blockade der Straße von Hormus treibt Öl- und Metallpreise auf Rekordniveau und schafft ein komplexes Marktumfeld für Rohstoffkonzerne wie Glencore.

- OPEC+-Fördererhöhung gleicht Ölausfälle nicht aus
- Aluminiumpreis erreicht Vierjahreshoch an der LME
- Lagerbestände für Metalle stark rückläufig
- Nächstes OPEC+-Treffen als wichtiger Richtungsweiser
Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus versetzt die globalen Rohstoffmärkte in einen Ausnahmezustand. Während eine minimale Fördererhöhung der OPEC+ den Ölpreis kaum beruhigt, treiben regionale Angriffe im Nahen Osten nun auch die Industriemetalle auf mehrjährige Höchststände. Für einen breit aufgestellten Rohstoffhändler und Produzenten wie Glencore entsteht daraus ein hochkomplexes Marktumfeld mit extremen Preisausschlägen.
Symbolische Tropfen auf den heißen Stein
Am gestrigen Sonntag verständigten sich acht Kernmitglieder der OPEC+ auf eine moderate Produktionsausweitung um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai. Angesichts der seit Ende Februar andauernden Sperrung der Straße von Hormus verpufft diese Maßnahme nahezu wirkungslos. Die Blockade entzieht dem Weltmarkt täglich bis zu 15 Millionen Barrel, was rund 15 Prozent des globalen Angebots entspricht. Die beschlossene Mehrproduktion deckt nicht einmal zwei Prozent dieser Ausfälle ab.
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Dementsprechend angespannt bleibt die Preislage. Brent-Rohöl kletterte im März um 63 Prozent auf fast 120 US-Dollar. Analysten von JPMorgan halten bei einer Fortsetzung der Sperrung bis Mitte Mai sogar Notierungen von über 150 US-Dollar für möglich. Produzenten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate versuchen derzeit, die massiv gestörten Exporte aus Kuwait und dem Irak durch alternative Routen über das Rote Meer teilweise zu kompensieren.
Industriemetalle im Aufwind
Parallel zur Energiekrise verschärft sich die Lage bei den Industriemetallen, was das operative Kerngeschäft von Glencore direkt tangiert. Schäden an bedeutenden Schmelzanlagen im Nahen Osten haben den Aluminiumpreis an der London Metal Exchange (LME) auf ein Vierjahreshoch von 3.453 US-Dollar pro Tonne getrieben.
Gleichzeitig sind die LME-Lagerbestände im Vorjahresvergleich um mehr als 60 Prozent eingebrochen. Auch andere für den Konzern relevante Basismetalle verzeichnen spürbare Preisaufschläge. So legten zuletzt die Notierungen für Zink, Zinn und Blei im Sog der allgemeinen Verknappung weiter zu.
Die Kombination aus explodierenden Energiekosten und einem knappen Metallangebot zwingt Rohstoffkonzerne zu einer ständigen Neujustierung ihrer globalen Lieferketten. Ein konkreter Richtungsweiser für die weitere Preisentwicklung am Energiemarkt ist das nächste OPEC+-Treffen am 3. Mai 2026. Bis dahin bestimmen die Umleitungen der Ölexporte sowie die Sicherheit der verbliebenen Handelsrouten das Geschehen an den Terminbörsen.
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