Glencore Aktie: Ebitda springt um 86 Prozent
Glencore verzeichnet dank hoher Energiepreise ein Ebitda-Plus von 86 Prozent und kündigt Aktienrückkauf sowie Zweitnotierung in Sydney an.

- Umsatz steigt auf 174 Milliarden Dollar
- Energiegeschäft treibt Gewinnwachstum
- Neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt
- Börsengang in Sydney geplant
Höhere Energie- und Rohstoffpreise haben Glencore im ersten Halbjahr 2026 einen kräftigen Gewinnschub beschert. Der Rohstoffkonzern reagiert darauf gleich mit einem Bündel an Kapitalmaßnahmen — zusätzliche Aktionärsausschüttung, neues Rückkaufprogramm und ein Sprung an die australische Börse. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu.
Preisrally treibt Zahlen nach oben
Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um fast die Hälfte auf 174 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ebitda stieg noch deutlicher: Ein Plus von 86 Prozent brachte den Wert auf gut 10 Milliarden Dollar. Als Treiber nannte CEO Gary Nagle vor allem das Energiegeschäft mit Öl und Gas, das sich „sehr stark“ entwickelt habe — begünstigt durch den Preisanstieg infolge des Irankriegs. Auch die Sparte Metalle und Mineralien lieferte solide Beiträge.
Besonders kräftig zog das Handelsgeschäft an, die kleinere der beiden Kernsparten des Konzerns. Die Fördersparte steuerte ebenfalls ein starkes Ergebnis bei. Glencore sieht sich nach den ersten sechs Monaten auf gutem Kurs, die selbst gesteckten Jahresziele zu erreichen.
Rückkauf und Zweitnotierung in Sydney
Der Konzern kündigte den Rückkauf weiterer Aktien im Volumen von 500 Millionen Dollar an. Hinzu kommt eine zusätzliche Ausschüttung an die Aktionäre. Parallel treibt Glencore die geplante Zweitnotierung an der australischen Börse in Sydney voran — ein Schritt, der dem Konzern Zugang zu einer neuen Investorenbasis verschaffen soll.
Die Kombination aus Sonderausschüttung, Rückkauf und Börsenexpansion signalisiert, wie deutlich die Preisrally bei Energie und Metallen die Kassenlage des Konzerns verbessert hat. Die Aktie reagierte prompt: Sie legte in den ersten Handelsminuten gut fünf Prozent zu und baute damit das Jahresplus auf rund 40 Prozent aus.
Die Halbjahreszahlen zeigen, dass Glencore von der Marktlage bei Öl, Gas und Metallen deutlich profitiert hat. Ob sich das Tempo im zweiten Halbjahr fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Energiepreise nach dem Irankrieg weiterentwickeln.
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