Glencore Aktie: Kupfer legt zu, Gold bricht ein
In den ersten neun Monaten 2026 nahm Glencores Kupferproduktion zu, während Gold und Zink sanken; die Jahresziele bleiben bestehen.

- Kupferausstoß steigt um rund drei Prozent
- Goldproduktion sinkt auf 262.000 Unzen
- Zinkförderung fällt auf 547.200 Tonnen
- Glencore hält an Jahreszielen fest
Glencore fördert mehr Kupfer, aber deutlich weniger Gold und Zink. Der Produktionsbericht für die ersten neun Monate 2026 zeigt ein gemischtes Bild. Die Jahresprognosen bleiben dennoch unangetastet.
Kupfer im Plus, Sommerquartal schwächer
Von Januar bis Ende September förderte der Rohstoffkonzern 598.600 Tonnen Kupfer, rund 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Treiber waren höhere Abbauraten und bessere Erzgehalte im afrikanischen Kupfergeschäft sowie höhere Gehalte in der peruanischen Antamina-Mine.
Im dritten Quartal ging die Kupferförderung allerdings deutlich zurück. Der Neunmonatswert fällt damit weniger kräftig aus, als er ohne die Sommerdelle gewesen wäre.
Zink, Gold und Kohle mit Abstrichen
Bei den übrigen Metallen überwiegen die Rückgänge. Die Zinkproduktion sank auf 547.200 Tonnen, nach 709.400 Tonnen im Vorjahr. Glencore verweist auf das Ende der Lebensdauer der Mine Lady Loretta, geringere Zinkgehalte bei Antamina und den Verkauf der Kidd-Mine zum 1. Juni. Der Rückgang bei Antamina folgt dem geplanten Wechsel hin zu mehr Kupfer und weniger Zink.
Noch stärker fällt das Minus beim Gold aus: 262.000 Unzen statt 448.000 Unzen. Silber gab ebenfalls nach, ebenso Blei.
Die Kohlesparte zeigt zwei Gesichter. Die Förderung von Kokskohle rutschte auf 21,5 Millionen Tonnen, nach 24,7 Millionen Tonnen. Energiekohle blieb mit 73,9 Millionen Tonnen praktisch stabil.
Prognosen bestätigt
An der Jahresplanung ändert der Konzern nichts. Für Kupfer peilt Glencore 810.000 bis 870.000 Tonnen an, bei Zink 700.000 bis 740.000 Tonnen und bei Nickel 70.000 bis 80.000 Tonnen. Auch die Ziele für Kokskohle und Energiekohle bleiben bestehen.
Die Messlatte beim Kupfer liegt hoch. Um die Spanne zu erreichen, müsste die Förderung im Schlussquartal klar anziehen: Zur unteren Grenze von 810.000 Tonnen fehlen nach neun Monaten gut 211.000 Tonnen. Zum Vergleich: 2025 kam Glencore insgesamt auf 851.600 Tonnen Kupfer. Die Zahlen für das Gesamtjahr dürften zeigen, ob der Konzern die Prognose hält.
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