Glencore Aktie: Rohstoffriese in der Klemme
Der Rohstoffkonzern Glencore verzeichnet einen massiven Kupferproduktionsrückgang von 26 Prozent, trotz umfassendem Milliarden-Sparprogramm und steigender Gesamtproduktion.

- Kupferproduktion bricht um 26 Prozent ein
- Milliarden-Sparprogramm bis Ende 2026 angekündigt
- Aktie verliert weiter und zeigt Verkaufsdruck
- Gesamtproduktion steigt trotzdem um 5 Prozent
Der Schweizer Rohstoffriese Glencore kämpft mit massivem Gegenwind. Trotz eines ambitionierten Milliarden-Sparprogramms verliert die Aktie weiter an Boden – die Märkte zeigen sich von den Turnaround-Bemühungen noch nicht überzeugt. Während die Energiewende eigentlich Rückenwind für Kupfer und Kobalt bringen sollte, scheint ausgerechnet das Gegenteil der Fall zu sein. Was läuft bei dem Rohstoffgiganten schief?
Verkaufsdruck nimmt dramatisch zu
Der jüngste Handelstag unterstrich die angespannte Lage eindrucksvoll. Nach einem verhaltenen Start bei 2,96 GBP rutschte das Papier bis zum Mittag um 0,9 Prozent auf 2,92 GBP ab. Besonders brisant: Eine zwischenzeitliche Erholung um 1,2 Prozent wurde komplett wieder abverkauft – ein klassisches Zeichen für fehlendes Vertrauen der Investoren.
Das hohe Handelsvolumen von über 4 Millionen Aktien bis zum Mittag macht deutlich, dass es sich nicht um oberflächliche Gewinnmitnahmen handelt, sondern um echten Verkaufsdruck.
Kupfer-Desaster überschattet positive Signale
Die operativen Zahlen offenbaren die Crux des Unternehmens. Während Glencore die Gesamtproduktion (Kupferäquivalent) im ersten Halbjahr um 5 Prozent steigern konnte, bricht ausgerechnet das Kerngeschäft ein:
- Kupfer: Eigenproduktion stürzte um 26% auf 343.900 Tonnen ab
- Zink: Produktion stieg um 12% auf 465.200 Tonnen
- Kobalt: Zuwachs von 19% auf 18.900 Tonnen
- Nickel: Rückgang um 7% auf 36.600 Tonnen
Besonders der Kupfer-Einbruch schmerzt. Das rote Metall gilt als Schlüsselrohstoff der Energiewende – umso dramatischer wirkt der Produktionsrückgang von über einem Viertel.
Milliarden-Sparprogramm als letzter Strohhalm?
Das Management reagiert mit einem drastischen Kostensenkungsprogramm: Eine Milliarde US-Dollar soll bis Ende 2026 eingespart werden. Doch reicht das aus, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen? Die Nervosität bei Kupfer- und Kobaltpreisen macht deutlich, dass auch die besten internen Maßnahmen wenig helfen, wenn die Marktpreise unter Druck stehen.
Mit einem aktuellen Kurs deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,39 GBP bleibt die Aktie in der Defensive. Das Potenzial nach oben ist theoretisch da – aber die operative Realität lässt Anleger zweifeln, ob Glencore die Wende gelingen kann.
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