Gold: 200-Tage-Linie bei 4.539 Dollar im Visier

Gold pausiert nach starkem Anstieg bei 4.451 Dollar. Der ungelöste Iran-Konflikt bleibt Preistreiber, während die 200-Tage-Linie als nächste Hürde gilt.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis stagniert nach Rally
  • Iran-Konflikt treibt Edelmetall weiter
  • 200-Tage-Linie als wichtige Marke
  • Inflationsdaten und Fed-Sitzung erwartet

Der Goldpreis tritt am Dienstag auf der Stelle. Nach Wochen mit kräftigen Kursgewinnen holt das Edelmetall kurz Luft. Der Grund für die Stärke bleibt derselbe: der ungelöste Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Verschnaufpause nach kräftigem Anstieg

Gold notiert aktuell bei 4.451,80 US-Dollar und bewegt sich kaum vom Vortag. Auf Monatssicht steht trotzdem ein Plus von rund elf Prozent zu Buche. Silber gibt am Dienstag deutlicher nach und verliert etwa 1,2 Prozent.

Diese Konsolidierung überrascht Marktbeobachter nicht. Nach so einem schnellen Anstieg ist eine Pause die Regel, nicht die Ausnahme.

Iran-Konflikt bleibt der Preistreiber

Der Streit zwischen Washington und Teheran um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ist weiterhin ungelöst. Beide Seiten verhärten ihre Positionen sogar weiter. Die Chancen auf ein baldiges Ende des monatelangen Konflikts schwinden damit.

Die Blockade wirkt sich auch auf die Ölpreise aus. Anhaltend hohe Energiepreise könnten die Inflationserwartungen hochhalten. Das würde die Anleiherenditen stützen – und damit indirekt auch den Goldpreis.

Die 200-Tage-Linie als nächste Hürde

Charttechnisch rückt jetzt eine wichtige Marke ins Blickfeld. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 4.539,38 US-Dollar, nur knapp zwei Prozent über dem aktuellen Kurs. Schafft Gold den Sprung darüber, öffnet sich Raum für weitere Gewinne.

Scheitert der Ausbruch, drohe zunächst eine tiefere Korrektur, warnen Marktbeobachter.

Inflationsdaten und Fed-Sitzung im Blick

Am Mittwoch und Donnerstag stehen zwei wichtige Inflationsberichte an. Sie dürften zeigen, ob sich das aktuelle Preisniveau als stabil erweist. Hartnäckige Inflation könnte die US-Notenbank dazu bewegen, die Zinsen zu halten oder sogar anzuheben.

Heute stehen zudem der wöchentliche ADP-Arbeitsmarktbericht und Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser im Juli an. Beide Berichte könnten kurzfristig für Bewegung sorgen.

Die Fed tagt im kommenden Monat zwei Tage lang. Bis dahin bleibt der Iran-Konflikt der stärkste Preistreiber für Gold – wichtiger als jede einzelne Wirtschaftszahl.

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