Gold: 244 Tonnen Zentralbankkäufe im Q1 2026

Gold erholt sich dank Fed-Signalen und massiven Zentralbankkäufen. Der Preis klettert wieder über 4.000 Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Fed-Signale stützen Goldpreis
  • Zentralbanken planen Rekordkäufe
  • Charttechnik zeigt Bodenbildung
  • Dollar-Schwäche hilft Gold

Die Angst vor weiter steigenden Zinsen hat Gold zuletzt stark unter Druck gesetzt. Kürzlich fiel der Preis fast auf das 52-Wochen-Tief von 3.901 US-Dollar. Jetzt liefert die US-Notenbank Fed überraschend Entspannungssignale. Das Edelmetall klettert zurück über die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar.

Entspannung bei der Inflation

Auslöser für die Erholung sind neue Inflationsdaten aus den USA. Die Kerninflation stieg im Mai auf 3,4 Prozent. Die Gesamtrate kletterte auf 4,1 Prozent. Das entspricht dem höchsten Stand seit gut drei Jahren. Die Zahlen trafen exakt die Erwartungen der Märkte.

Die Sorge vor einer noch strengeren Geldpolitik schwindet. Die Folge: Der US-Dollar-Index gab auf 101,39 Punkte nach. Ein schwächerer Dollar macht Gold für internationale Käufer attraktiver.

Zentralbanken kaufen massiv

Parallel dazu stützen institutionelle Käufer den Markt. Eine neue Umfrage des World Gold Council zeigt einen klaren Trend. Fast die Hälfte der befragten Zentralbanken will ihre Goldbestände im kommenden Jahr weiter aufstocken. Das ist ein Rekordwert. Fast drei Viertel erwarten, dass der US-Dollar an Bedeutung verliert.

Dieser Wandel läuft bereits. Gold macht aktuell etwa 27 Prozent der weltweiten Reserven aus. US-Staatsanleihen kommen nur noch auf 22 Prozent. Allein im ersten Quartal 2026 kauften Notenbanken netto 244 Tonnen Gold. Besonders Polen und China griffen stark zu.

Charttechnik signalisiert Bodenbildung

Neben geopolitischen Spannungen im Iran lockt auch die Charttechnik neue Käufer an. Der Markt war zuletzt stark überverkauft. Der Relative-Stärke-Index notiert aktuell bei niedrigen 33 Punkten. Am Donnerstag schloss Gold bei 4.049,70 US-Dollar.

Damit hat der Kurs seinen jüngsten Abwärtstrend vorerst gestoppt. Seit Jahresanfang steht zwar immer noch ein Minus von knapp sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Für eine echte Trendwende muss das Edelmetall nun den 50-Tage-Durchschnitt überwinden. Dieser verläuft aktuell bei rund 4.496 US-Dollar.

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