Gold: 2,5 Prozent Wochenminus bei 4.058 Dollar

Trotz Spannungen im Nahen Osten fällt der Goldpreis. Starker Dollar und Zinserhöhungen dominieren den Markt.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis fällt auf Wochensicht
  • Starker Dollar belastet Edelmetall
  • Zentralbanken erhöhen Goldreserven
  • Wichtige Unterstützung bei 3.960 Dollar

Im Nahen Osten fliegen Raketen. Normalerweise treibt das Anleger in Scharen zum sicheren Hafen Gold. Aktuell passiert genau das Gegenteil. Das Edelmetall verliert an Wert, weil ein anderer Faktor den Markt dominiert.

US-amerikanische und iranische Truppen geraten an der Straße von Hormuz aneinander. Der Goldpreis reagiert darauf kaum. Er notiert am Vormittag bei rund 4.058 US-Dollar. Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,5 Prozent auf der Tafel.

Analysten sehen den Grund in Washington. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh schlägt einen harten Kurs ein. Die PCE-Inflation liegt mit 4,1 Prozent deutlich über den Erwartungen. Anleger rechnen fest mit weiteren Zinserhöhungen im zweiten Halbjahr 2026.

Starker Dollar bremst Käufer

Die straffe Geldpolitik treibt den US-Dollar auf ein 13-Monats-Hoch. Das Edelmetall wird international in Dollar gehandelt. Ein starker Greenback macht Gold für Käufer außerhalb der USA teurer. Die weltweite Nachfrage sinkt. Hinzu kommen die gestiegenen Zinsen. Sie machen das zinslose Gold im Vergleich zu Anleihen unattraktiv.

Trotz des Gegenwinds kaufen Zentralbanken massiv ein. Eine Umfrage des World Gold Council zeigt einen Rekordwert. Fast die Hälfte der Notenbanken will ihre Reserven im kommenden Jahr aufstocken.

Technisch sieht der Chart angeschlagen aus. Die Folge: Seit Jahresanfang verlor Gold rund 5,5 Prozent. Der Abstand zum Allzeithoch aus dem Januar beträgt stolze 27 Prozent.

Notenbanken stützen den Boden

Ein Totalabsturz zeichnet sich aktuell nicht ab. Der RSI-Indikator liegt bei 37 Punkten. Das signalisiert einen überverkauften Markt.

Hält die wichtige Unterstützung bei 3.960 US-Dollar, könnte der Abwärtstrend stoppen. Fällt diese Marke, droht ein Test des 52-Wochen-Tiefs bei rund 3.901 US-Dollar.

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