Gold: 3,8% Inflation treibt Zinserhöhungs-Wetten

Der Energiepreisschock aus dem Nahen Osten schlägt voll auf die US-Wirtschaft durch. Das treibt die Inflation drastisch nach oben. Für den Goldpreis entsteht ein massives Spannungsfeld. Einerseits suchen Anleger Schutz vor der Geldentwertung. Andererseits drohen höhere Zinsen, die das zinslose Edelmetall belasten.

Teureres Öl heizt Inflation an

Der US-Verbraucherpreisindex kletterte im April auf Jahressicht um 3,8 Prozent. Damit übertraf die Teuerungsrate die Erwartungen der Analysten. Auf Monatsbasis stiegen die Preise um 0,6 Prozent. Auch die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel liegt mit 2,8 Prozent deutlich über dem Ziel der Notenbank.

Haupttreiber für diese Entwicklung ist der eskalierende Iran-Konflikt. Die Energiekosten sprangen im Jahresvergleich um fast 18 Prozent nach oben. Das ist der stärkste Anstieg seit September 2022. Besonders Benzin und Heizöl verteuerten sich massiv. Ökonomen rechnen mit anhaltenden Lieferkettenproblemen am Persischen Golf.

Federal Reserve unter Zugzwang

Die heißen Daten treffen die Federal Reserve hart. Vor den US-israelischen Angriffen auf den Iran lag die Inflation noch bei moderaten 2,4 Prozent. Die Folge: Am Markt verschieben sich die Zinserwartungen radikal. Händler preisen laut CME-FedWatch-Tool mittlerweile eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Jahresende ein.

Zinssenkungen rücken in weite Ferne. Für den Juni erwartet fast der gesamte Markt unveränderte Zinsen. Das spiegelte sich bereits beim jüngsten Notenbanktreffen Ende April wider. Der Ausschuss hielt den Leitzins zwar stabil. Allerdings gab es vier Gegenstimmen für diesen Kurs. So uneinig war die Fed seit 1992 nicht mehr.

Geopolitischer Joker in Peking

Während die US-Erzeugerpreise am Mittwoch weitere Hinweise liefern, blicken Händler nach Asien. US-Präsident Donald Trump reist am Donnerstag zu Staatschef Xi Jinping nach Peking. Trump will sich dort auf Handelsgespräche konzentrieren. Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Iran-Konflikt liegen derweil auf Eis. Trump bezeichnete Irans letzten Vorschlag als völlig inakzeptabel.

Gold notiert aktuell stabil über der Marke von 4.700 US-Dollar. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 44 Prozent zu Buche. Das weitere Aufwärtspotenzial hängt nun direkt von der Zinspolitik ab. Bleibt die US-Notenbank bei ihrem harten Kurs, dürfte der Gegenwind für das Edelmetall zunehmen.

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