Gold: 4.081 Dollar zwischen Kriegsangst und Zinssorgen

Goldpreis pendelt um 4.081 Dollar: Geopolitische Krisen treiben die Nachfrage, während ein starker Arbeitsmarkt und Zinserhöhungsängste den Anstieg begrenzen.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis schwankt um 4.081 Dollar
  • Nahost-Konflikt treibt Sicherheitsnachfrage
  • US-Arbeitsmarkt erzwingt straffe Fed-Politik
  • Charttechnik: Ausbruch über 4.100 Dollar möglich

Krieg treibt die Nachfrage, Zinssorgen bremsen den Kurs. Gold steckt in einer echten Zerreißprobe. Der Goldpreis pendelt am Freitag um 4.081 US-Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor wichtige Widerstände angelaufen hat.

Nahost-Eskalation befeuert die Nachfrage nach Sicherheit

Die geopolitische Lage hat sich innerhalb von 48 Stunden deutlich verschärft. Berichte über US-Luftschläge gegen iranische Ziele lassen die Risikoaversion an den Märkten steigen. Zuvor hatten Huthi-Angriffe auf Tanker im Roten Meer eine faktische Seeblockade ausgelöst.

Die Folge: Die globalen Lieferketten geraten unter Druck, und der Ölpreis der Sorte Brent kletterte über 100 US-Dollar. Investoren suchen in diesem Umfeld verstärkt Schutz in Gold.

Zentralbanken stützen die physische Nachfrage zusätzlich. Sie diversifizieren ihre Reserven angesichts der globalen Unsicherheit weiter. Händler melden trotz der hohen Preise ein ungebrochenes Interesse an Barren und Münzen.

Starker Arbeitsmarkt gibt der Fed Rückenwind

Der robusten geopolitischen Nachfrage steht eine überraschend starke US-Wirtschaft gegenüber. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen zuletzt auf 187.000 – den niedrigsten Stand seit 1969. Diese Stärke gibt der Notenbank zusätzlichen Spielraum für eine straffe Geldpolitik.

Der designierte Fed-Chef Kevin Warsh bekräftigte seinen harten Kurs gegen die Inflation. Der Markt preist inzwischen mit rund 63 Prozent Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinserhöhung im September ein. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte zuletzt auf etwa 4,7 Prozent.

Das macht zinsloses Gold für Anleger unattraktiver. Ein fester Dollar erschwert zusätzlich den Preisanstieg für Käufer außerhalb des Dollarraums.

Charttechnik: Dreieck löst sich auf

Charttechnisch steht Gold an einem Wendepunkt. Seit vier Wochen bildete der Kurs ein symmetrisches Konsolidierungsdreieck. Diese Woche durchbrachen die Käufer eine wichtige diagonale Widerstandslinie und setzten damit kurzfristiges Aufwärtspotenzial frei.

Nun rückt die Marke von 4.094 bis 4.100 US-Dollar in den Fokus. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte eine neue Kaufwelle auslösen.

Die nächsten Ziele lägen dann bei 4.160 und 4.200 US-Dollar. Nach unten bildet die psychologische Marke von 4.000 US-Dollar einen wichtigen Support.

Fällt dieses Niveau, liegt das nächste Ziel bei 3.960 US-Dollar. Diese Marke hatte sich bereits im Juni als stabil erwiesen.

Ausblick: Volatile Tage stehen bevor

Die kommenden Handelstage dürften stark schwanken. Marktteilnehmer blicken gespannt auf den nächsten Commitments-of-Traders-Report, der die Positionierung der Großspekulanten zeigt.

Die Korrelation zum Ölpreis bleibt dabei entscheidend. Hält die Energiekrise durch die Seeblockade im Roten Meer an, dürften steigende Inflationserwartungen Gold als Sachwert stützen. Die dadurch ausgelösten Zinssorgen der Fed könnten den Kurs allerdings zeitgleich bremsen.

Anzeige

Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Gold