Gold: 4.187,30 Dollar über 4.000
Gold überwindet die 4.000-Dollar-Marke und die 20-Tage-Linie. Zentralbankkäufe stützen den Markt, während US-Konjunkturdaten im Fokus stehen.

- Gold schließt über 4.000 Dollar
- 20-Tage-Linie zurückerobert
- Zentralbanken kaufen weiter Gold
- US-Dienstleistungsdaten im Fokus
Nach vier verlustreichen Wochen sendet der Goldmarkt wieder Lebenszeichen. Das Edelmetall eroberte am Freitag wichtige charttechnische Marken zurück. Dabei schloss der Kurs deutlich oberhalb der psychologisch wichtigen Schwelle von 4.000 US-Dollar. Die wochenlange Talfahrt scheint vorerst gestoppt.
Wichtige Hürde genommen
Gold beendete den Handel am Freitag bei 4.187,30 US-Dollar. Ein starkes Tagesplus hievte den Kurs direkt über die 20-Tage-Linie. Marktbeobachter werten diesen Ausbruch als erstes Indiz für eine feste Bodenbildung.
Vom alten Rekordhoch im Januar bleibt das Edelmetall indes weit entfernt. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund sechs Prozent auf der Anzeigetafel. Hält der aktuelle Schwung an, rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.415 US-Dollar in das direkte Blickfeld der Käufer.
Zentralbanken kaufen massiv
Abseits der Charttechnik stützen handfeste Käufer den Markt. Staatliche Akteure greifen weiterhin im großen Stil zu. Die Folge: eine strukturelle Verknappung.
Aktuelle Daten des World Gold Council belegen den anhaltenden Hunger der Notenbanken. China stockte seine Reserven zuletzt auf knapp 75 Millionen Unzen auf. Das markiert den neunzehnten Kauf-Monat in Folge.
Auch Polens Nationalbank erwarb kürzlich 18 Tonnen. Fast die Hälfte aller befragten Zentralbanken plant weitere Zukäufe innerhalb der nächsten zwölf Monate. Dieser historische Rekordwert federt den Gegenwind durch den streckenweise starken US-Dollar spürbar ab.
US-Daten geben den Takt vor
In der neuen Woche richtet sich der Blick nach Washington. Wichtige Indikatoren aus dem US-Dienstleistungssektor stehen auf der Agenda. Diese Zahlen gelten als Barometer für den nächsten Zinsschritt der amerikanischen Notenbank.
Aktuell preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 53 Prozent für eine baldige Leitzinssenkung ein. Das kommende Fed-Protokoll wird zusätzliche Details zur Inflationsbewertung durch den neuen Notenbankchef Kevin Warsh liefern. Fällt der anstehende ISM-Einkaufsmanagerindex schwach aus, dürfte Gold sein neues Preislevel oberhalb von 4.150 US-Dollar erfolgreich verteidigen.
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