Gold: 40 Billionen Dollar US-Schulden

Die US-Staatsschulden überschreiten 40 Billionen Dollar und treiben Gold auf 4.671 Dollar. Anleiherückkäufe und geopolitische Spannungen verstärken den Anstieg.

Die Kernpunkte:
  • US-Schulden übersteigen 40 Billionen Dollar
  • Goldpreis steigt auf 4.671 Dollar
  • Finanzministerium verdoppelt Anleiherückkäufe
  • Geopolitische Risiken und Fed-Sorgen stützen

Die US-Staatsschulden haben die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Nur fünf Monate zuvor lag der Stand noch bei 39 Billionen Dollar. Ende 2021 waren es erst 28,4 Billionen Dollar.

Gold reagiert deutlich auf die neuen Rekordzahlen. Der Preis klettert am Freitag um 2,1 Prozent auf 4.671,20 Dollar je Unze. Es ist bereits die dritte Gewinnwoche in Folge.

Schuldenspirale als Preistreiber

Die schnell wachsende Verschuldung untergräbt das Vertrauen in den Dollar. Höhere Schulden erfordern höhere Renditen. Nur so lassen sich Investoren für das Risiko entschädigen, dass die Regierung ihre Schulden per Gelddrucken bedient.

Besonders alarmierend: Die Zinskosten übersteigen mittlerweile die Verteidigungsausgaben der USA. Diese Entwicklung stärkt die klassische Rolle von Gold als Fluchtwährung. Private Investoren und Zentralbanken suchen gleichermaßen Schutz vor dem Dollar.

Auslöser: Anleihenrückkäufe des Finanzministeriums

Der eigentliche Kursimpuls kam bereits Mitte der Woche. Das US-Finanzministerium kündigte an, seine langfristigen Anleihenrückkäufe mindestens zu verdoppeln. Ziel ist es, die Kreditkosten einzudämmen.

Die Ankündigung ließ die Renditen von Staatsanleihen und den Dollar deutlich fallen. Der Markt bleibt trotzdem skeptisch. Viele Investoren befürchten, dass die Maßnahme nur eine vorübergehende Lösung darstellt.

Geopolitische Risiken verstärken den Trend

Zusätzlichen Rückenwind erhält Gold durch die Lage im Nahen Osten. Die USA bereiten neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran vor. Die Ölpreise steigen parallel weiter.

Auch die Fed sorgt für Unsicherheit. Die Protokolle der Juli-Sitzung zeigen: Einige Entscheidungsträger plädieren für eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr. Das Ziel: stärkeren Inflationsdruck später verhindern.

Parallel dazu bleibt die Nachfrageseite robust. Zentralbanken, allen voran China, kaufen weiter Gold. Auch in Indien ziehen die Notierungen an, gestützt von einem schwächeren Dollar.

Ausblick

Die Marke von 4.670 Dollar je Unze gilt nun als wichtige Referenzgröße für die kommenden Handelstage. Der RSI von 70,9 signalisiert allerdings eine überkaufte Lage. Kurzfristige Rücksetzer sind deshalb möglich.

Sollten sich die fiskalischen Sorgen der USA weiter zuspitzen, dürfte die Nachfrage nach Gold als Absicherung bestehen bleiben. Auch eine Eskalation der Iran-Sanktionen könnte den Trend zusätzlich stützen.

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