Gold: 7,39-Prozent-Wochenrally auf 4.401 Dollar
Gold steigt dank schwacher US-Arbeitsmarktdaten, anhaltender Notenbankkäufe und geopolitischer Spannungen auf 4.401 Dollar je Feinunze.

- Gold schließt bei 4.401 Dollar
- US-Arbeitsmarkt enttäuscht deutlich
- Notenbanken stocken Goldreserven auf
- Geopolitische Risiken stützen Nachfrage
Der Goldpreis hat am Freitag kräftig zugelegt und damit seine Erholung der vergangenen Woche bestätigt. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten, anhaltende Käufe der Notenbanken und wachsende Spannungen im Nahen Osten treiben das Edelmetall gemeinsam an.
Schwache US-Konjunkturdaten stützen den Goldpreis
Am Freitag schloss Gold bei 4.401,40 Dollar je Feinunze, ein Plus von 2,37 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Wochensicht steht ein Anstieg von 7,39 Prozent – wie Forbes Middle East berichtete, verzeichnete Gold damit seine stärkste Wochenperformance seit Monaten.
Auslöser der Bewegung sind vor allem enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten und die Aussicht auf eine weniger restriktive Geldpolitik der Federal Reserve.
Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft sank im Juli um 23.000 Stellen, während Ökonomen ein Plus von 80.000 erwartet hatten. Auch vorab veröffentlichte ADP-Daten enttäuschten die Märkte deutlich.
Die schwachen Zahlen dämpfen die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Notenbank und stützen damit den zinslosen Goldpreis. Anleger richten den Blick nun auf den anstehenden US-Inflationsbericht in der kommenden Woche, der weitere Hinweise zum künftigen Kurs der Fed liefern dürfte.
Notenbanken bleiben verlässliche Käufer
China erhöhte seine Goldreserven im Juli das 21. Mal in Folge auf insgesamt 76,08 Millionen Unzen. Südkorea kaufte im zweiten Quartal erstmals seit 13 Jahren wieder physisches Gold über Fonds – ein Zeichen, dass sich auch Notenbanken außerhalb Chinas stärker in dem Edelmetall engagieren.
Diese Käufe sind kein Einzelfall, sondern Teil eines breiteren Trends: Weltweit bauen Notenbanken ihre Goldreserven so zügig aus wie seit Jahren nicht mehr.
Im zweiten Quartal 2026 erwarben Zentralbanken weltweit 288,9 Tonnen Gold, ein Anstieg von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Herald Business rechnen 89 Prozent der befragten Institute damit, ihre Bestände künftig weiter aufzustocken.
Gold verdrängt US-Anleihen als Reserveanker
Die anhaltenden Käufe verändern längerfristig die globale Reservestruktur. 2025 überstieg der Goldanteil an den weltweiten Währungsreserven erstmals seit drei Jahrzehnten den Anteil von US-Staatsanleihen – 27 Prozent gegenüber 22 Prozent, wie Zahlen der Europäischen Zentralbank zeigen.
Ein Grund dafür ist das schwindende Vertrauen in US-Staatsanleihen: 72 Prozent der befragten Investoren erwarten eine sinkende Sicherheit dieser Papiere – ein Trend, der Gold als Reserveasset zusätzlich attraktiv macht.
Geopolitische Risiken halten die Nachfrage nach Sicherheit hoch
Neben der Zinsdebatte treiben geopolitische Spannungen die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold an. Ein Abkommen zwischen Iran und Oman untersagt US-amerikanischen und israelischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Zugleich stört der andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine Getreideexporte, während Angriffe der Huthi-Milizen die Schifffahrt im Roten Meer bedrohen.
Charttechnisch hat sich Gold mit dem jüngsten Anstieg über seinen kurzfristigen Durchschnittslinien etabliert, bleibt aber weiterhin spürbar unter seinem Rekordhoch vom Jahresanfang. Für Anleger bleibt die Kombination aus schwacher US-Konjunktur, anhaltenden Notenbankkäufen und geopolitischen Krisenherden der zentrale Treiber der kommenden Wochen.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 9. August liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




