Gold: Aktualisierte Finanzprognosen
Stärkerer Dollar, steigende Renditen und eine zurückhaltende Fed belasten den Goldkurs. Die strukturelle Nachfrage durch Zentralbanken bietet jedoch weiterhin Unterstützung.

- Fed signalisiert keine Eile bei Zinssenkungen
- Dollar auf stärkstem Monatsgewinn seit Juli
- Zentralbankkäufe stützen fundamentale Basis
- Arbeitsmarktdaten als möglicher Wendepunkt
Drei Faktoren drücken den Goldpreis zum Quartalsende gleichzeitig nach unten: ein erstarkender Dollar, steigende Anleiherenditen und eine Federal Reserve, die keine Eile mit Zinssenkungen zeigt. Das klassische Bild des Edelmetalls als Krisenabsicherung gerät dabei ins Wanken.
Powell signalisiert Zurückhaltung
Fed-Chef Jerome Powell machte in seiner Rede an der Harvard University am Montag deutlich, dass er den aktuellen Energiepreisschock zunächst ignorieren will. Die Geldpolitik wirke mit langen Verzögerungen — bis ihre Effekte spürbar würden, sei der Ölpreisschock womöglich längst Geschichte. Das klingt nach Abwarten, nicht nach Handeln.
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Die Märkte haben die Botschaft verstanden. Laut CME FedWatch werden für 2026 keine Zinssenkungen mehr eingepreist, die Wahrscheinlichkeit einer Pause im April liegt bei 80 Prozent. Für Gold bedeutet das: Ein zentraler Rückenwind entfällt.
Gleichzeitig steuert der Dollar auf seinen stärksten Monatsgewinn seit Juli zu — ein direkter Belastungsfaktor für das in Dollar notierte Metall. Steigende Ölpreise infolge des Iran-Konflikts haben die Inflationserwartungen angeheizt und die Opportunitätskosten des zinslosen Goldes erhöht. Das Ergebnis: eine rasche Auflösung gehebelter Positionen in Futures und ETFs.
Arbeitsmarktdaten als Wendepunkt
Heute werden die JOLTS-Daten zu offenen Stellen im Februar veröffentlicht. Das eigentliche Schlüsselereignis folgt am Freitag: die US-Nonfarm Payrolls. Sollten die Zahlen schwach ausfallen — ein Wert bei oder unter 50.000 neuen Stellen gilt als kritische Schwelle — könnte das die Rezessionssorgen verstärken, die Treasury-Renditen drücken und den Dollar schwächen. Alle drei Effekte wären positiv für Gold.
Strukturelle Nachfrage hält den Boden
Trotz des kurzfristigen Drucks bleibt die fundamentale Basis solide. Zentralbanken weltweit kaufen seit 2022 jährlich mehr als 1.000 Tonnen Gold — doppelt so viel wie im historischen Durchschnitt. China, Polen, die Türkei und Indien treiben diesen Trend, motiviert durch den Wunsch, ihre Dollarabhängigkeit in den Reserven zu reduzieren. Während westliche Fonds Bestände abbauen, kompensieren asiatische Käufer diese Abflüsse.
CoT-Daten zeigen zudem, dass das Open Interest zwar fällt, neue Short-Positionen aber ausbleiben. Das deutet auf Positionsbereinigung hin, nicht auf aktiven Verkaufsdruck.
JP Morgan, UBS und BNP Paribas werten den Rückgang als Bereinigung spekulativer Übertreibungen. UBS hält an einem Kursziel von 6.200 Dollar bis Mitte 2026 fest, BNP Paribas erwartet 6.000 Dollar bis Jahresende. Mit einem aktuellen Niveau von rund 4.571 Dollar und einem Abstand von gut 16 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend nach Einschätzung dieser Häuser intakt — sofern der Arbeitsmarktbericht am Freitag keine neuen Argumente für eine dauerhaft restriktive Fed liefert.
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