Gold: Aufblühende Geschäfte

Der Goldpreis hat sich nach einem Rücksetzer wieder über 5.000 US-Dollar gefangen. Geopolitische Unsicherheiten und die Nominierung eines neuen Fed-Vorsitzenden treiben die Nachfrage nach dem Edelmetall als sicheren Hafen.

Die Kernpunkte:
  • Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben Preise
  • Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef beobachtet
  • Goldpreis zeigt trotz Schwankungen klaren Aufwärtstrend
  • Großbanken bleiben mit angehobenen Prognosen optimistisch

Spannungen im Nahen Osten und ein personeller Umbruch an der Spitze der US-Notenbank sorgen für neuen Schwung im Goldmarkt. Nach einem abrupten Rücksetzer in der Vorwoche hat sich der Preis eindrucksvoll gefangen und die Marke von 5.000 US‑Dollar je Unze zurückerobert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Rolle von Gold als Sicherheitsanker und die Frage, wie stark die Fed unter einem möglichen neuen Vorsitzenden tatsächlich bremsen wird.

Die Fakten im Überblick

  • Aktueller Goldpreis: 4.940,90 US‑Dollar je Unze
  • Rückgang in 7 Tagen: rund 9 % nach vorherigem Kurssprung
  • Plus seit Jahresbeginn: knapp 14 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (5.450 US‑Dollar): gut 9 %

Damit bleibt Gold trotz der jüngsten Schwankungen klar im Aufwärtstrend: Vom Tief der vergangenen zwölf Monate bei gut 3.940 US‑Dollar ist der Preis noch immer deutlich entfernt.

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Geopolitische Spannungen als Preistreiber

Auslöser der jüngsten Bewegungen ist vor allem die geopolitische Lage. Berichten zufolge schoss das US‑Militär eine iranische Drohne in der Nähe des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer ab. Solche Vorfälle erhöhen aus Sicht vieler Marktteilnehmer das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten.

Die unmittelbare Folge:
– Die Risikoprämien an den Rohstoffmärkten steigen.
– Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold nimmt spürbar zu.
– Parallel dazu legt auch Silber deutlich zu.

Zwar signalisiert der Iran Gesprächsbereitschaft in Oman, doch die Nervosität bleibt hoch. Für Gold bedeutet das Rückenwind, weil politische Unsicherheit häufig schwerer wiegt als kurzfristige Konjunktursorgen.

Fed, Warsh und die Zinserwartungen

Neben der Geopolitik blickt der Markt auf die US‑Notenbank. Präsident Trump hat Kevin Warsh als neuen Fed‑Vorsitzenden nominiert. Warsh gilt als geldpolitischer „Falke“, der eine straffere Linie und eine verkleinerte Fed-Bilanz befürwortet. Eine restriktivere Fed wäre grundsätzlich ein Gegenwindfaktor für Gold, weil steigende Zinsen Anlagen in Anleihen attraktiver machen.

Allerdings zeigt der Blick auf die Erwartungen:
– Der Markt preist weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln für eine Zinssenkung im Juni 2026 ein.
– Der gerade beendete teilweise Shutdown der US-Regierung nimmt zwar politischen Druck aus dem System, ändert aber wenig an den mittelfristigen Zinsaussichten.

Gold reagiert damit nicht nur auf die Person Warsh, sondern auf die Gesamtlage: geopolitische Unsicherheit, politische Reibungen in Washington und die Aussicht, dass die Fed trotz „hawkischer“ Rhetorik nicht unbegrenzt straffen kann.

Prognosen: Banken bleiben zuversichtlich

Trotz der heftigen Schwankungen überwiegt bei großen Häusern ein positiver Blick auf das Edelmetall. Mehrere Institute haben ihre Erwartungen zuletzt nach oben angepasst:

  • Goldman Sachs: Sieht Aufwärtsspielraum zu ihrer Jahresprognose von 5.400 US‑Dollar je Unze.
  • IndusInd Securities: Hält einen Anstieg auf 5.600 US‑Dollar bis April und bis zu 6.000 US‑Dollar bis Jahresende für möglich.
  • Citigroup: Hat die Ziele für Gold und Silber jüngst leicht erhöht.

Die Argumentationslinie ist ähnlich: Kombination aus geopolitischen Risiken, unsicheren Zinswegen und anhaltender Nachfrage nach Absicherung spricht aus Sicht dieser Analysten für weiter robuste Preise.

Ausblick: Zwei Faktoren im Zentrum

Kurzfristig dürften zwei Themen die Richtung vorgeben: neue Schlagzeilen aus dem Nahen Osten und die Bestätigung des künftigen geldpolitischen Kurses der Fed unter einem möglichen Vorsitzenden Warsh. Bleiben die Spannungen hoch und rücken Zinssenkungserwartungen nicht deutlich zurück, ist ein weiter lebhafter Handel im Bereich unterhalb des jüngsten Rekordhochs wahrscheinlich. Ein nachhaltiger Bruch nach oben wäre vor allem dann denkbar, wenn sich geopolitische Risiken verschärfen und gleichzeitig das Vertrauen in eine dauerhaft straffe Fed-Politik nachlässt.

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