Gold: Brent über 93 Dollar bremst Edelmetall
Steigende Ölpreise und ein fester US-Dollar setzen den Goldpreis unter Druck, trotz anhaltender geopolitischer Spannungen.

- Goldpreis fällt zu Handelsbeginn
- Brent-Rohöl über 93 Dollar
- Inflationssorgen stützen Zinserwartungen
- ISM-Index als nächster Impulsgeber
Der Goldpreis stolpert in den neuen Handelsmonat. Ein erstarkter US-Dollar und kräftig steigende Ölpreise drücken zum Auftakt die Nachfrage — obwohl die geopolitische Lage im Nahen Osten eigentlich für Sicherheitskäufe sprechen würde.
Widersprüchliche Kräfte
Im frühen Montagshandel notierte der Spotpreis zwischen 4.514 und 4.518 US-Dollar pro Feinunze — ein Minus von rund 0,4 bis 0,9 Prozent gegenüber dem Vortag. Die psychologisch wichtige Marke von 4.500 Dollar hält bislang.
Der eigentliche Treiber des Drucks kommt aus dem Energiemarkt. Brent-Rohöl kletterte auf über 93 Dollar pro Barrel, zeitweise wurden Notierungen nahe 96 Dollar erreicht. Höhere Energiepreise schüren Inflationssorgen — und die wiederum nähren die Erwartung, dass die Fed ihren restriktiven Kurs beibehält. Der Leitzins liegt aktuell zwischen 3,50 und 3,75 Prozent.
Das ist das Kernproblem für Gold: Wer steigende Zinsen erwartet, bevorzugt verzinste Anlagen. Gold wirft nichts ab. Der stärkere Dollar verstärkt diesen Effekt, weil er das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums zusätzlich verteuert.
Geopolitik stützt — aber nicht genug
Eigentlich liefert die Weltlage reichlich Argumente für den sicheren Hafen. Die Feuerpause zwischen dem Iran und seinen regionalen Kontrahenten steht auf der Kippe — Trumps Entscheidung über eine mögliche Verlängerung wird mit Spannung erwartet. Verhandlungen über die Straße von Hormus laufen, die Lage bleibt fragil. Militärische Operationen im Libanon eskalieren derweil weiter.
Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ist spürbar. Es reicht nur nicht aus, um den Dollar-Gegenwind zu überwinden. Analysten beobachten aktuell eine ungewöhnliche Dynamik: Steigende Energiepreise wirken als Bremsklotz für Gold, weil sie Zinsangst schüren — statt die klassische Flucht in Sachwerte auszulösen.
Was als nächstes zählt
Am heutigen Montag wird der ISM-Einkaufsmanagerindex für das US-verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Der Wert gilt als wichtiger Hinweis auf die künftige Zinspolitik der Fed — und damit als kurzfristiger Richtungsgeber für Gold. Technisch müsste der Preis deutlich über 4.550 Dollar ausbrechen, um das Momentum zu drehen. Die 200-Tage-Linie bleibt die zentrale Unterstützung darunter.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 1. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




