Gold: Chinas 18. Kaufmonat stützt über 4.500 Dollar
Trotz nachlassender geopolitischer Spannungen hält sich Gold dank anhaltender Nachfrage aus China über der Marke von 4.500 US-Dollar.

- Goldpreis bleibt über 4.500 Dollar
- China kauft 18. Monat in Folge
- Iran-Entspannung senkt Risikoprämie
- Private Nachfrage in China stark
Gold gibt am Donnerstag leicht nach. Der Preis hält sich aber über der Marke von 4.500 US-Dollar. Das ist bemerkenswert, weil gleich zwei Kräfte gegeneinander arbeiten: weniger geopolitische Angst und weiter starke physische Nachfrage aus Asien.
Der Markt preist Entspannung im Iran-Konflikt ein. Das nimmt Gold kurzfristig Rückenwind. Auf der anderen Seite kauft China weiter zu. Genau dort liegt derzeit die wichtigste Stütze.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Iran-Entspannung drückt die Risikoprämie
Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und Iran bremsen die Nachfrage nach sicheren Häfen. Auch die mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus beruhigt die Märkte. Fällt der Ölpreis, sinkt meist auch der Druck auf die Inflation.
Das trifft Gold doppelt. Weniger geopolitische Angst senkt die Risikoprämie. Niedrigere Inflationserwartungen dämpfen den Bedarf an Gold als Schutz gegen Kaufkraftverlust.
Hinzu kommt die Fed. Die jüngsten Protokolle zeigen ein gespaltenes Bild im geldpolitischen Ausschuss. Einige Mitglieder halten weitere Zinsschritte in diesem Jahr für möglich, falls die Inflation hoch bleibt.
Höhere Renditen machen Gold weniger attraktiv. Das Edelmetall wirft keine laufenden Erträge ab. Steigen Anleiherenditen, steigen damit auch die Kosten des Haltens.
China kauft weiter Gold
Der wichtigste Gegenpol kommt aus China. Die People’s Bank of China stockte ihre Goldreserven im April um weitere 8 Tonnen auf. Damit kauft sie den 18. Monat in Folge.
Die offiziellen Bestände liegen nun bei rund 2.322 Tonnen. Marktbeobachter sehen darin eine strategische Streuung weg vom US-Dollar. Kurzfristige Rücksetzer ändern an diesem Trend wenig.
Auch die private Nachfrage bleibt stark. Im ersten Quartal 2026 lag der Goldkonsum in China bei 303,29 Tonnen. Die heimische Minenproduktion kam nur auf 81,07 Tonnen.
Die Lücke ist groß. China bleibt damit ein zentraler Preistreiber am physischen Markt. Das erklärt, warum der Goldpreis trotz sinkender Risikoprämie nicht stärker nachgibt.
Technisch bleibt die Lage klar
Aktuell handelt Gold bei rund 4.516 US-Dollar. Die nächste wichtige Unterstützung liegt im Bereich zwischen 4.450 und 4.457 US-Dollar. Hält diese Zone, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt.
Der Rekord aus dem Januar 2026 liegt bei 5.405 US-Dollar. Bis dorthin ist es ein weiter Weg. Kurzfristig zählt erst einmal, ob Käufer die aktuelle Konsolidierung abfedern.
Auf der Oberseite liegt der nächste Widerstand um 4.645 bis 4.650 US-Dollar. Ein Ausbruch darüber würde die jüngste Schwächephase entschärfen. Neue US-Daten zum Arbeitsmarkt und zum Konsum dürften nun den Ton setzen, weil sie die Fed-Erwartungen direkt bewegen.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 21. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




