Gold: Citi senkt Kursziel auf 4.000 Dollar
Geopolitische Hoffnung bremst Gold-Ausverkauf, während US-Zinsängste und starker Dollar den Markt belasten.

- Waffenruhe-Spekulationen stoppen Gold-Abwärtstrend
- US-Arbeitsmarktdaten und Dollar setzen Gold unter Druck
- Citi senkt kurzfristiges Gold-Kursziel auf 4.000 Dollar
- Chinas Zentralbank stockt Goldreserven weiter auf
Ein überraschender Impuls aus der Geopolitik hat den Goldpreis am Montag vor einem tieferen Absturz bewahrt. Aussagen über eine mögliche Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran holten das Edelmetall von seinen Tagestiefs zurück. Zuvor hatten robuste US-Arbeitsmarktdaten und ein starker Dollar massiven Druck aufgebaut.
Zinsangst trifft auf Krisenhoffnung
Der Mechanismus am Goldmarkt ist aktuell denkbar einfach. Eine militärische Eskalation treibt die Ölpreise nach oben. Das heizt die Inflation an und zwingt die US-Notenbank zu höheren Zinsen. Genau dieses Szenario schickte Gold zuletzt auf Talfahrt.
Auf Monatssicht verzeichnet das Edelmetall ein Minus von über acht Prozent. Der Schlusskurs vom Montag lag bei 4.359,50 US-Dollar je Unze. Damit notiert Gold knapp 23 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Januar.
Eine glaubwürdige Entspannung im Nahen Osten würde diesen Zinsdruck mindern. Im Moment dominieren allerdings restriktive Signale. Händler preisen laut CME FedWatch mittlerweile eine 43-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Vor einem Monat lag dieser Wert bei lediglich 14 Prozent.
US-Geldpolitik gibt den Takt vor
Die Folge: Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen. Das erhöht die Opportunitätskosten für das unverzinste Edelmetall. Marktbeobachter reagieren bereits auf das veränderte Umfeld. Die Investmentbank Citi senkte ihr kurzfristiges Kursziel für Gold auf 4.000 US-Dollar.
Die Analysten begründen diesen Schritt mit den erwarteten höheren US-Zinsen und hartnäckig hohen Energiepreisen. Auf dem physischen Markt fehlt derweil ein klares Gegengewicht zum makroökonomischen Druck. In Indien halten sich Käufer wegen der starken Preisschwankungen spürbar zurück.
Ein struktureller Stützpfeiler bleibt indes intakt. Die chinesische Zentralbank baut ihre Goldreserven unermüdlich aus. Im Mai stockte Peking die Bestände den 19. Monat in Folge auf. Die offiziellen Reserven wuchsen um knapp zehn Tonnen.
Der kurzfristige Trend entscheidet sich mit den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, rückt das neue Kursziel von 4.000 US-Dollar in greifbare Nähe. Ein schwacher Inflationsbericht bietet dem Goldpreis hingegen die Chance, seinen jüngsten Stabilisierungsversuch in Richtung des 50-Tage-Durchschnitts bei rund 4.636 US-Dollar auszubauen.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 9. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...



