Gold: Erfolgsmeldungen Treffen Ein

Der Goldpreis profitiert von anhaltender Inflation und starken Zentralbankkäufen, während Analysten weiter steigende Kurse prognostizieren.

Die Kernpunkte:
  • Gold notiert dritte Woche in Folge im Plus
  • Inflation und Zentralbankkäufe stützen den Preis
  • Goldman Sachs warnt vor anhaltend hohen Ölpreisen
  • J.P. Morgan sieht Goldpotenzial bis 5.000 Dollar

Drei Wochengewinne hintereinander — das schafft Gold mitten in einem geopolitischen Umfeld, das kaum berechenbarer sein könnte. Der US-Iran-Waffenstillstand hat die Ölpreise gedrückt und Zinsängste gedämpft, was dem Edelmetall Auftrieb verlieh. Vollständig entspannt hat sich die Lage jedoch nicht.

Inflation gibt Gold Rückenwind

Der März-CPI legte auf Jahresbasis um 3,3 Prozent zu — der stärkste monatliche Anstieg seit 2022. Haupttreiber war Energie: Der US-Benzinpreis kletterte im März erstmals wieder über vier Dollar je Gallone. Die Kerninflation fiel mit 2,6 Prozent etwas moderater aus als befürchtet, ändert aber wenig am Gesamtbild.

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Die Fed-Protokolle aus dem März zeigen, dass die Notenbanker eine Zinssenkung 2026 weiterhin für möglich halten — vorausgesetzt, die Inflation geht plangemäß zurück. Aktuell preisen die Märkte nur eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Senkung im Dezember ein. Ein Umfeld, das Gold als zinsloses Asset tendenziell stützt.

Peking kauft — zum 17. Mal in Folge

Ein strukturelles Signal kommt aus China: Die People’s Bank of China stockte ihre Goldreserven im März zum 17. Mal in Folge auf, auf nun 74,38 Millionen Feinunzen. Das entspricht rund 2.313 Tonnen oder etwa zehn Prozent der chinesischen Devisenreserven. Analysten werten die anhaltende Akkumulation als Teil einer Strategie zur Diversifizierung weg vom US-Dollar.

Auch andere Zentralbanken bleiben aktiv: Laut dem Kobeissi Letter kauften sie im Februar netto 19 Tonnen — der 23. Monat in Folge mit Nettokäufen. Polen führte dabei mit 20 Tonnen, womit die Gesamtreserven der Nationalbank auf 570 Tonnen stiegen.

Fragiler Waffenstillstand, geschlossene Meerenge

Die Straße von Hormuz bleibt geschlossen, und der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt als brüchig. Gespräche in Islamabad, bei denen Vizepräsident JD Vance eine US-Delegation leitet, laufen — zentrale Streitpunkte sind aber noch ungelöst.

Goldman Sachs warnt: Bleibt die Meerenge einen weiteren Monat geschlossen, dürfte Brent-Öl über 100 Dollar verharren und die Inflation erhöht bleiben — ein Umfeld, in dem Gold historisch stark performt.

J.P. Morgan sieht den Goldpreis bis zum vierten Quartal 2026 auf dem Weg in Richtung 5.000 Dollar je Feinunze, langfristig hält die Bank sogar 6.000 Dollar für möglich. Am Montag folgen die US-Erzeugerpreisdaten für März, am Dienstag das Beige Book der Fed — zwei Datenpunkte, die den nächsten Impuls liefern könnten.

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