Gold: Erholung nach historischem Einbruch
Nach dem stärksten wöchentlichen Kursrutsch seit 1983 steigt Gold wieder, angetrieben von sinkenden Ölpreisen, Zollspannungen und einer Flucht aus Aktien in sichere Anlagen.

- Historischer Wochenverlust von rund 11 Prozent
- Sinkende Ölpreise dämpfen Inflationserwartungen
- Zollpolitik treibt Kapital in Gold als Absicherung
- Technische Widerstandsmarke bei 4.535 bis 4.601 Dollar
Nach dem schlimmsten Wochenverlust seit 1983 – ein Minus von rund 11% in nur fünf Handelstagen – kämpft sich Gold zurück. Der Preis je Feinunze notiert heute bei rund 4.513 Dollar, gestützt von fallenden Ölpreisen, eskalierendem Zolldruck aus Washington und einer breiten Flucht aus Aktien in sichere Anlagen.
Öl als unerwarteter Helfer
Der wichtigste Treiber der Erholung ist paradoxerweise der Ölmarkt. Sinkende Energiepreise dämpfen den Inflationsdruck – und damit die Erwartung, dass die US-Notenbank ihre restriktive Zinspolitik noch länger aufrechterhalten muss. Genau diese „Higher-for-longer“-Rhetorik der Fed hatte Gold in der Vorwoche belastet und Zinssenkungserwartungen für das erste Halbjahr 2026 praktisch zunichte gemacht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Goldpreis LBMA?
Hinzu kommt die Zollpolitik der Trump-Regierung: Universelle 10-Prozent-Zölle auf Basis von Section 122 sind bereits in Kraft. Handelsbeauftragter Jamieson Greer deutete an, dass ein neues Urteil des Supreme Court den Satz auf 15 Prozent anheben könnte – ein Szenario, das mehr Kapital in Gold als Absicherung gegen systemische Risiken treibt.
Gleichzeitig rotieren Investoren aus Aktien in langlaufende US-Staatsanleihen. Die Renditen zehnjähriger Treasuries fielen dadurch auf den tiefsten Stand seit vier Monaten – ein Umfeld, das Gold traditionell begünstigt.
Technisches Bild bleibt angespannt
Trotz der Erholung ist die mittelfristige Chartstruktur noch nicht repariert. Der entscheidende Widerstandsbereich liegt zwischen 4.535 und 4.601 Dollar – eine Zone, die Gold zuletzt nach unten durchbrochen hatte. Solange diese nicht zurückerobert wird, bleibt die technische Lage belastet.
Gelingt der Ausbruch, wäre der nächste relevante Widerstand bei rund 4.662 Dollar zu finden, darüber käme die Marke von 4.843 Dollar in Reichweite. Auf der Unterseite liegt die nächste Unterstützung nahe 4.376 Dollar. MACD und RSI (aktuell bei 51) zeigen erste Anzeichen zunehmender Aufwärtsdynamik.
Zentralbanken als strukturelle Stütze
Unabhängig von der kurzfristigen Volatilität bleibt die fundamentale Nachfrageseite robust. J.P. Morgan schätzt die kombinierte Nachfrage von Investoren und Zentralbanken auf rund 585 Tonnen pro Quartal. Das Analysehaus SP Angel erwartet, dass weitere Zentralbanken 2026 als Käufer in den Markt eintreten werden – ein Faktor, der den Goldpreis mittelfristig stützt.
Heute Nachmittag werden die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Schwache Arbeitsmarktdaten könnten die Zinssenkungserwartungen wieder beleben und Gold weiteren Auftrieb geben. Ein überraschend starker Wert hingegen würde die Fed-Rhetorik festigen – und die Erholung der vergangenen Tage schnell wieder in Frage stellen.
Goldpreis LBMA: Kaufen oder verkaufen?! Neue Goldpreis LBMA-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten Goldpreis LBMA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Goldpreis LBMA-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Goldpreis LBMA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




