Gold: Ernste Signale!

Der Goldpreis korrigiert von Höchstständen, da Gewinnmitnahmen und robuste US-Konjunkturdaten den sicheren Hafen belasten. Geopolitische Spannungen bieten jedoch weiterhin Unterstützung.

Die Kernpunkte:
  • Starke US-Konjunkturdaten entziehen Gold Liquidität
  • Hawkische Fed-Signale stützen den US-Dollar
  • Geopolitische Handelskonflikte bleiben Risikofaktor
  • Charttechnisches Aufwärtsmomentum bleibt vorerst intakt

Der Goldpreis legt den Rückwärtsgang ein und entfernt sich von seinen jüngsten Höchstständen. Trotz geopolitischer Spannungen und verschärfter Handelskonflikte dominieren aktuell Gewinnmitnahmen das Marktgeschehen. Ein erstarkender US-Dollar und überraschend robuste Konjunkturdaten zwingen das Edelmetall in die Defensive, doch Investoren behalten die geopolitischen Risiken genau im Blick.

Geldpolitik und Konjunktur belasten

Verantwortlich für den aktuellen Dämpfer sind vor allem geldpolitische Signale aus den USA. Falkenhafte Kommentare der Fed-Mitglieder Austan Goolsbee und Raphael Bostic dämpfen die Hoffnungen auf rasche und aggressive Zinssenkungen. Diese rhetorische Zurückhaltung stützt den US-Dollar und erhöht gleichzeitig die Opportunitätskosten für das zinslose Gold, was Umschichtungen in andere Anlageklassen begünstigt.

Hinzu kommt eine unerwartet widerstandsfähige US-Wirtschaft. Der Verbrauchervertrauensindex sprang im Februar auf 91,2 Punkte und übertraf damit die Prognosen von 87,4 Punkten deutlich. Diese Daten stärken das Vertrauen in die Aktienmärkte – S&P 500 und Dow Jones legten zuletzt zu – und entziehen dem „Sicheren Hafen“ Gold kurzfristig Liquidität.

Geopolitik stützt weiterhin

Dennoch bleibt das fundamentale Umfeld für das Edelmetall angespannt. Die Eskalation im globalen Handel durch neue US-Zölle und die Ankündigung von Präsident Trump, diese auf 15 Prozent auszuweiten, sorgen für anhaltende Verunsicherung bezüglich der Weltwirtschaft.

Auch der Nahe Osten bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Marktteilnehmer blicken heute gespannt nach Genf, wo Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran angesetzt sind. Ein Ausbleiben diplomatischer Fortschritte könnte die Nachfrage nach Absicherungsinstrumenten schnell wieder anheizen, zumal Zentralbanken ihre Bestände zur Diversifikation weiter aufstocken.

Chartbild und Marktumfeld

Die aktuelle Korrekturwelle erfasste auch andere Segmente des Sektors, wobei Silber nach seiner jüngsten Rallye ebenfalls deutlich zurückfiel. Gold ging gestern mit einem Schlusskurs von 5.192,90 US-Dollar aus dem Handel. Trotz des Abstands zum 52-Wochen-Hoch bei 5.450 US-Dollar bleibt das charttechnische Aufwärtsmomentum im Tageschart intakt.

Das Tauziehen zwischen starken US-Konjunkturdaten und geopolitischen Risiken bestimmt die kurzfristige Richtung. Solange die psychologisch wichtige Marke von 5.100 US-Dollar verteidigt wird, bleibt das charttechnische Bild konstruktiv, doch weitere hawkishe Töne der US-Notenbank könnten den Druck auf das Edelmetall vorerst aufrechterhalten.

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