Gold: ETF-Bestände auf Rekord gestiegen
Goldman Sachs reduziert das Ziel für Ende 2026, während globale Gold-ETFs im August Zuflüsse und einen neuen Bestandsrekord verzeichneten.

- Goldman Sachs senkt kurzfristige Goldbewertung
- Langfristiges Kursziel bleibt unverändert
- Gold-ETF-Bestände erreichen neuen Höchststand
- Chinas Goldabhebungen gehen im August zurück
Am gestrigen Montag passte Goldman Sachs Medienberichten zufolge seine kurzfristige Bewertung für das Edelmetall an. Das Analysehaus senkte den geschätzten fairen Wert für Gold zum Jahresende 2026 auf 4.650 US-Dollar je Feinunze. An den langfristigen Aussichten hält das Institut jedoch fest: Für das Jahresende 2027 prognostizieren die Experten unverändert ein Preisniveau von 5.400 US-Dollar je Feinunze.
Am Kassamarkt notiert die Feinunze Gold heute bei 4.334,02 USD, nachdem der Schlusskurs gestern noch bei 4.340,72 USD gelegen hatte. Damit beläuft sich das Minus am heutigen Tag auf 0,1 Prozent.
ETF-Bestände erreichen neuen Rekordstand
Trotz der gedämpften kurzfristigen Preisziele verzeichnet der Markt für physisch hinterlegte Anlageprodukte weiterhin deutliche Mittelzuflüsse. Der World Gold Council meldete für den Monat August globale Zuflüsse in goldbesicherte ETFs in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar.
Durch diese Zukäufe erhöhten sich die weltweiten Bestände um 121 Tonnen auf einen neuen Höchststand von 4.189 Tonnen. Das insgesamt in diesen Produkten verwaltete Vermögen legte zeitgleich um 16 Prozent auf 615 Milliarden US-Dollar zu.
Auch in den ersten Septembertagen setzte sich dieser Trend fort. Allein in der Handelswoche bis zum 4. September beliefen sich die vorläufigen Zuflüsse in Gold-ETFs laut World Gold Council auf 3,92 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs der Bestände um 28,9 Tonnen entsprach.
Gemischte Signale aus dem physischen Handel
In den physischen Kernmärkten Asiens zeigt sich derweil ein uneinheitliches Bild. In Indien zeigte sich die physische Investmentnachfrage im August stabil, obwohl das Schmuckgeschäft unter den hohen Notierungen litt. Bemerkenswert stark entwickelte sich der Handel mit digital verbrieftem Gold: Käufe in diesem Segment stiegen in Indien um 110 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Ganz anders stellte sich die Lage in China dar. An der Shanghai Gold Exchange verringerten sich die Goldabhebungen im August gegenüber dem Vormonat um 22 Prozent auf 62 Tonnen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang um 27 Prozent entspricht.
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