Gold: Fed-Entscheid am Mittwoch setzt nächsten Impuls

Der Goldpreis erholt sich vor dem US-Zinsentscheid leicht, während Inflationsdaten, Ölpreise und Anleiherenditen den Markt belasten.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis legt um 0,8 Prozent zu
  • Fed-Zinsbeschluss prägt kurzfristige Preisbildung
  • US-Inflation übertrifft jüngste Prognosen
  • Ölpreise treiben Renditen und Inflationssorgen

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am heutigen Mittwoch bestimmt das Geschehen am Edelmetallmarkt. Nach deutlichen Abgaben in den vorangegangenen Tagen notiert der Goldpreis im Vorfeld des Zinsbeschlusses fester: Eine Feinunze kostet aktuell 4.327,98 USD, was einem Tagesplus von 0,8 Prozent entspricht. Am Montag war die Notierung noch auf ein mehr als einmonatiges Tief abgerutscht.

Straffere Geldpolitik belastet das Edelmetall

Im Fokus der Marktteilnehmer steht die Erwartung einer erneuten Anhebung der US-Leitzinsen. Weil Gold im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren keine laufenden Erträge abwirft, reagiert das Edelmetall traditionell empfindlich auf das Zinsniveau in den Vereinigten Staaten.

Steigende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Anlagen. In den vergangenen Wochen zogen die Renditen von US-Staatsanleihen spürbar an, was den Abgabedruck auf die Edelmetallpreise kontinuierlich verstärkte.

Feste Wirtschaftsdaten und Rohöl schüren Zinserwartungen

Der Weg zum jüngsten Zwischentief wurde durch eine Serie robuster Konjunkturdaten geebnet.

Laut Reuters verstärkten zuletzt über den Prognosen liegende US-Inflationsdaten die Erwartung einer Zinsanhebung bei der heutigen Notenbanksitzung. Hinzu kam eine dynamische Rally am Rohölmarkt. Auch gestern fachten weiter kletternde Ölpreise neue Inflationssorgen an, trieben die Anleiherenditen abermals nach oben und drückten das Edelmetall ins Minus.

Zinsentscheid setzt den nächsten Impuls

Mit dem Zinsbeschluss am heutigen Abend endet die Phase des Abwartens. Die Entscheidung gilt als der zentrale kurzfristige Termin für die weitere Preisbildung am Goldmarkt.

Neben dem eigentlichen Zinsschritt richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem darauf, wie die Notenbanker die künftige Inflations- und Zinsentwicklung einschätzen. Davon dürfte abhängen, ob das Edelmetall seine jüngste Bodenbildung nach dem Tief vom Wochenauftakt fortsetzen kann.

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