Gold: Fed-Protokoll drückt auf 4.535 Dollar

Hawkische Fed-Signale und Hoffnung auf Deeskalation im Iran-Konflikt belasten den Goldpreis. Der Dollar profitiert, Aktien ziehen an.

Die Kernpunkte:
  • Fed-Protokoll signalisiert mögliche Zinserhöhungen
  • Hoffnung auf diplomatische Lösung im Iran-Konflikt
  • Dollar und Aktienmärkte legen zu
  • Gold-ETF-Bestände sinken leicht

Der Goldpreis gerät am Donnerstag unter Druck. Zwei Kräfte ziehen gleichzeitig nach unten: hawkische Signale der Fed und Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im US-Iran-Konflikt. Spot-Gold notiert mit einem Minus von 0,2 Prozent bei rund 4.535 US-Dollar je Unze.

Fed-Protokoll schreckt Goldkäufer ab

Das jüngste Fed-Protokoll macht Zinserhöhungen wieder zum Thema. Eine Mehrheit der Notenbanker signalisiert Bereitschaft, die Leitzinsen erneut anzuheben — sofern die Inflation deutlich über der 2-Prozent-Marke bleibt. Das FedWatch-Tool beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis Dezember 2026 inzwischen auf über 50 Prozent.

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Höhere Zinsen stärken den Dollar und machen das zinslose Edelmetall weniger attraktiv. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 4,57 Prozent. Der Dollar-Index notiert bei 99,13 Punkten.

Geopolitik dreht das Sentiment

Parallel dazu schwindet ein wichtiger Treiber der jüngsten Goldrally. Berichten zufolge prüft der Iran derzeit einen US-Vorschlag zur Beendigung der Auseinandersetzungen. Die Aussicht auf Deeskalation drückt den Ölpreis — Brent fiel auf 106 US-Dollar je Barrel. Der Dow Jones überschritt im Zuge der allgemeinen Markterholung erstmals die 50.000-Punkte-Marke. Kapital fließt in Aktien, nicht in Gold.

Technische Stabilisierung, aber ETF-Abflüsse

Charttechnisch hat Gold nach dem Tief vom Vortag bei 4.454 US-Dollar eine markante Erholung vollzogen. Analysten sehen Unterstützung um 4.479 US-Dollar. Der nächste Widerstandsbereich liegt zwischen 4.579 und 4.616 US-Dollar.

Die Stimmung bei physisch hinterlegten Produkten trübt sich leicht ein. Die Bestände des SPDR Gold Trust sanken um 0,2 Prozent auf 1.041,74 Tonnen.

Kurzfristig bleibt Gold zwischen Zinsdruck und nachlassenden Risikoängsten eingeklemmt. Zentralbanken außerhalb des US-Einflussbereichs kaufen weiterhin strategisch — das stützt den langfristigen Trend. Einen unmittelbaren Kursschub dürften aber auch die für Juni angekündigten Börsengänge großer Schwergewichte wie SpaceX bremsen: Sie binden Liquidität, die sonst in den Goldmarkt fließen könnte.

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