Gold: Hindernis in Sicht?
Steigende Ölpreise und Inflationsängste setzen den Goldpreis unter Druck, während die US-Notenbank an ihrer restriktiven Geldpolitik festhält.

- Goldpreis fällt auf 4.703 Dollar
- Fed belässt Leitzins unverändert
- Hohe Ölpreise schüren Inflationsangst
- Zentralbanken kaufen weiter Gold
Ein hoher Ölpreis schürt die Inflation. Das bringt Gold in eine schwierige Lage. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben zwar die Nachfrage. Indes zwingt der Preisdruck die US-Notenbank zu einer harten Linie.
Zinsdruck und ein gespaltenes Fed-Board
Ende April beließ die Fed den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Es war die dritte Nullrunde in Folge. Dabei zeigte sich ein tiefer Riss im Gremium. Mehrere Mitglieder stimmten gegen die Entscheidung. Das Treffen markierte einen historischen Wechsel. Jerome Powell leitete seine letzte Sitzung als Vorsitzender. Kevin Warsh übernimmt künftig das Ruder.
Teures Öl belastet den Kurs
Die Konflikte im Nahen Osten verknappen das Öl. Das heizt die Inflationssorgen an. Für Gold entsteht daraus ein toxischer Mix. Steigende Preise bedeuten meist länger hohe Zinsen. Das macht US-Anleihen attraktiver als das zinslose Edelmetall.
Am Mittwoch schloss Gold bei 4.703,10 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund acht Prozent auf der Tafel. Vom Rekordhoch bei 5.450 Dollar im Januar bleibt der Kurs aber weit entfernt.
Zentralbanken stützen den Markt
Trotz des Gegenwinds kaufen Investoren massiv ein. Im ersten Quartal stieg die weltweite Nachfrage auf 1.231 Tonnen. Der Wert dieser Käufe kletterte auf einen Rekord von 193 Milliarden US-Dollar. Asiatische Anleger trieben das Geschäft mit Barren und Münzen an. Parallel dazu griffen die Zentralbanken zu. Sie kauften netto 244 Tonnen des Edelmetalls.
Nun blicken Händler auf den Makrokalender. Am heutigen Donnerstag stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Am Freitag folgen die US-Arbeitsmarktdaten für April. Fallen diese robust aus, schwinden die Zinssenkungshoffnungen weiter. Hält der Arbeitsmarkt dem Zinsdruck stand, drohen dem Goldpreis kurzfristig weitere Rücksetzer.
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