Gold: Hintergrundanalysen bereit
Der Goldkurs zeigt sich volatil nach Iran-Konflikt. Geopolitische Spannungen und Zentralbankkäufe stützen den Preis, während ein robuster Dollar und zögerliche Fed den Aufwärtstrend bremsen.

- Goldpreis erreichte über 5.400 Dollar nach Iran-Angriffen
- Starke Zentralbanknachfrage aus BRIC-Staaten stützt Markt
- Fed-Zinsentscheidung und US-Dollar bremsen Aufwärtstrend
- Banken prognostizieren Goldpreis bis 6.300 Dollar Ende 2026
Der Goldpreis hat eine turbulente Phase hinter sich. Koordinierte US-israelische Luftangriffe auf den Iran Ende Februar trieben den Kurs zunächst auf über 5.400 Dollar je Unze – ein klassischer Flucht-in-Sicherheit-Reflex. Was folgte, war ein Rücksetzer von mehr als sechs Prozent. Seither sucht Gold seinen Boden.
Das Bild ist widersprüchlich: Geopolitische Risiken, Inflationssorgen und strukturelle Zentralbanknachfrage sprechen für Gold – ein erstarkender US-Dollar und eine kaum bewegliche Fed bremsen den Anstieg. Laut CME Group rechnen derzeit 95,6 Prozent der Marktteilnehmer damit, dass die Notenbank die Zinsen im März unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Ein starkes Zinssenkungssignal fehlt damit vorerst.
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Hormuz-Schock trifft Öl und Gold zugleich
Der Iran-Konflikt hat die Energiemärkte tiefgreifend erschüttert. Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz brach zwischenzeitlich auf nahezu null ein, rund 150 Schiffe ankerten außerhalb der Meerenge. Brent-Rohöl schoss von etwa 70 auf über 110 Dollar je Barrel. Das schürt Inflationserwartungen – eigentlich ein Umfeld, das Gold begünstigt.
Doch Ross Norman von Metals Daily verweist auf das Dilemma: Steigende Ölpreise könnten Zentralbanken zu einer restriktiveren Haltung zwingen, was den Dollar stärkt und Gold belastet. Hinzu kommen US-Importzölle von zehn Prozent, die laut Handelsbeauftragtem Jamieson Greer nach einem neuen Gerichtsurteil auf 15 Prozent steigen könnten – ein weiterer Grund für Anleger, Gold als Absicherung gegen systemische Risiken zu halten.
Starke Bankprognosen, aber kurzfristig holpriger Weg
Strukturell bleibt die Nachfrage robust. BRIC-Zentralbanken bauen ihre Goldreserven auf Kosten dollardenominierter Anlagen aus – Analysten von SP Angel erwarten für 2026 eine durchschnittliche Zentralbanknachfrage von 585 Tonnen pro Quartal. J.P. Morgan prognostiziert einen Goldpreis von 6.300 Dollar bis Jahresende, die Deutsche Bank sieht 6.000 Dollar.
Kurzfristig steht die Woche im Zeichen der Fed-Zinsentscheidung und der US-Erzeugerpreisdaten für Februar. Hält die Notenbank die Zinsen erneut unverändert und reagiert der Dollar mit Stärke, bleibt die Marke von 5.000 Dollar die entscheidende Unterstützung – sie zu verteidigen wäre das nächste Signal dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist.
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