Gold: Hormuz-Frist entscheidet alles
Der Goldkurs wird von der geopolitischen Konfrontation um die Straße von Hormuz und anhaltend hoher US-Inflation in Schach gehalten. Die nächsten 48 Stunden gelten als entscheidend für die weitere Richtung.

- Trump setzt Iran Frist zur Öffnung von Hormuz
- US-Inflation dämpft Zinssenkungserwartungen
- Starke regionale Unterschiede bei ETF-Investitionen
- Technische Analyse zeigt klare Widerstände und Unterstützungen
Der Goldmarkt startet die neue Woche mit einem klaren Spannungsfeld: Auf der einen Seite ein fragiler Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, auf der anderen eine US-Inflation, die Zinssenkungshoffnungen dämpft. Beides zusammen hält den Preis in einer engen Spanne — und macht die nächsten 48 Stunden zum entscheidenden Zeitfenster.
Geopolitik als Preistreiber
XAU/USD notiert zu Beginn der asiatischen Handelswoche bei rund 4.748 Dollar — leicht unter dem Freitagsschluss von 4.765 Dollar. Die dritte Woche in Folge mit einem Wochengewinn ist damit zwar gesichert, die Basis bleibt jedoch wackelig.
Der Grund: US-Präsident Trump hat dem Iran eine Frist bis Dienstagabend gesetzt, die Straße von Hormuz zu öffnen — verbunden mit Drohungen gegen iranische Infrastruktur. Teheran antwortete mit der Ankündigung einer „weitaus verheerenderen“ Vergeltung im Eskalationsfall. Der Ausgang dieser Konfrontation dürfte den Goldpreis kurzfristig stärker bewegen als jeder technische Indikator.
Hinzu kommt der US-Inflationsdruck: Der Verbraucherpreisindex stieg im März auf 3,3 Prozent — nach 2,4 Prozent im Februar. Die Märkte preisen laut CME FedWatch inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 75 Prozent ein, dass die Fed den Leitzins bis Jahresende unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent belässt. Für das zinslose Edelmetall ist das strukturell ungünstig.
Ost kauft, West verkauft — und Zentralbanken kaufen sowieso
Bemerkenswert ist die anhaltende Spaltung zwischen östlichen und westlichen Anlegern. Im März verzeichneten nordamerikanische Gold-ETFs Abflüsse von 13 Milliarden Dollar — die größten monatlichen Abflüsse überhaupt und das Ende einer neunmonatigen Zufluss-Serie. Chinesische Goldfonds verbuchten im gleichen Zeitraum Zuflüsse von 1,1 Milliarden Dollar; im bisherigen Jahresverlauf summieren sich Chinas ETF-Zuflüsse auf 8,1 Milliarden Dollar.
Zentralbanken kaufen derweil unbeeindruckt weiter — rund 60 Tonnen pro Monat, getrieben von der Diversifikation weg vom US-Dollar.
State Street Investment Management hält an einer Basisprognose von 4.750 bis 5.500 Dollar je Unze bis Jahresende fest und sieht Gold noch in einem laufenden Bullenmarktzyklus. Die Marke von 4.000 Dollar gilt als solider Boden.
Technisch eingeklemmt
Aus charttechnischer Sicht bleibt Gold unterhalb des 200-Perioden-SMA bei 4.883 Dollar gedeckelt — ein Niveau, das mit dem 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement des März-Rückgangs zusammenfällt. Ein Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung 5.131 und 5.416 Dollar öffnen. Nach unten bietet das 50-Prozent-Retracement bei 4.752 Dollar erste Unterstützung; darunter wären 4.595 und 4.401 Dollar die nächsten relevanten Marken.
Trader Tai Wong fasst die Lage treffend zusammen: Vor der psychologisch wichtigen 5.000-Dollar-Marke sei eine „bedeutende Auseinandersetzung“ zu erwarten — ein Ausbruch darüber könnte den Bullenmarkt neu entfachen.
Bis Dienstagabend weiß der Markt mehr: Entweder öffnet sich die Straße von Hormuz, oder die Eskalation treibt Ölpreise und Inflationserwartungen erneut nach oben — mit direkten Konsequenzen für den Goldpreis in beide Richtungen.
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