Gold: Indien erhöht Importzoll auf 15 Prozent
Indien verdoppelt Goldeinfuhrzölle, während Goldman Sachs die Zentralbanknachfrage deutlich höher beziffert. Der Goldpreis zeigt sich stabil.

- Indien erhöht Importzölle auf Gold
- Zentralbanken kaufen doppelt so viel
- Goldpreis erholt sich auf 4.552 Dollar
- Wichtige Unterstützungszone zwischen 4.450 und 4.510 Dollar
Indiens Regierung hat die Goldeinfuhrzölle mehr als verdoppelt — und trifft damit den weltgrößten physischen Markt nach China zum ungünstigsten Zeitpunkt. Ausgerechnet jetzt legt Goldman Sachs eine Analyse vor, die zeigt: Die wahre Nachfrage der Zentralbanken war bisher massiv unterschätzt. Der Goldpreis bewegt sich am Montag in einem Spannungsfeld aus struktureller Stärke und realem Gegenwind.
Indien dreht die Schraube
Der Zollsatz auf Goldimporte steigt von 6 auf 15 Prozent — eine Maßnahme, die Neu-Delhi zur Entlastung der Handelsbilanz und zum Schutz der Devisenreserven ergreift. Für den Weltmarkt ist das keine Kleinigkeit. Indien ist nach China der zweitgrößte Abnehmer physischen Goldes, und historisch folgt auf solche regulatorischen Eingriffe eine spürbare Kaufzurückhaltung. Erste Auswirkungen auf die inländischen Prämien zeichnen sich bereits ab.
Zentralbanken kaufen doppelt so viel wie gedacht
Auf der anderen Seite steht eine fundamentale Überraschung. Goldman Sachs hat sein sogenanntes Nowcast-Modell überarbeitet, das Lücken in offiziellen Handelsdaten schließt. Das Ergebnis: Notenbanken erwerben 2026 im Schnitt rund 60 Tonnen Gold pro Monat — doppelt so viel wie die bisher angenommenen 29 Tonnen. Der Antrieb kommt vor allem aus Schwellenländern, die ihre Dollar-Abhängigkeit reduzieren wollen. Diese strukturelle Nachfrage wirkt als Puffer gegen das schwierige Zinsumfeld.
Denn das makroökonomische Umfeld bleibt belastend. Die Fed hält an ihrer restriktiven Linie fest, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen notiert nahe einem Jahreshoch bei rund 4,65 Prozent. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, steigen die Opportunitätskosten für Investoren mit jedem Basispunkt. Ein starker Dollar verteuert das Edelmetall obendrein für Käufer außerhalb des Dollar-Raums.
Technisch über Wasser, aber noch weit vom Hoch entfernt
Der Preis stabilisiert sich zum Wochenauftakt bei rund 4.552 US-Dollar je Feinunze — ein Plus von knapp einem Prozent gegenüber dem Vortag. Damit hat sich Gold von seinem Wochentief bei 4.454 Dollar erholt und die 4.500er-Marke zurückerobert. Das Rekordhoch aus dem Januar bei rund 5.600 Dollar liegt allerdings weit entfernt.
Die Unterstützungszone zwischen 4.450 und 4.510 Dollar gilt als entscheidend. Hält sie, sehen Analysten Potenzial für eine Konsolidierung auf aktuellem Niveau. Für ein nachhaltiges Kaufsignal müsste Gold die Marke von 4.630 Dollar überwinden — erst dann würde der kurzfristige Abwärtstrend gebrochen.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




