Gold: Jahrestief und Paradox
Der Goldpreis erreicht sein tiefstes Niveau seit Jahresbeginn, da die Aussicht auf weniger Zinssenkungen der US-Notenbank den sicheren Hafen unter Druck setzt.

- Gold verliert alle Jahresgewinne und fällt unter 4.300 Dollar
- Geldpolitik überwiegt geopolitische Risiken als Haupttreiber
- Markt erwartet nun keine Zinssenkungen der Fed mehr für 2026
- Technische Indikatoren signalisieren überverkaufte Lage
Der Goldpreis hat heute einen der schwersten Einbrüche des laufenden Jahres erlebt. Zeitweise fiel die Feinunze unter 4.300 Dollar – das tiefste Niveau seit Jahresbeginn. Damit sind die gesamten 2026er-Kursgewinne ausgelöscht, die Jahresbilanz steht nun bei minus 3,7 Prozent.
Das Bemerkenswerte: Der Absturz vollzieht sich ausgerechnet während eines eskalierenden Nahost-Konflikts. Seit Beginn des Iran-Krieges hat Gold mehr als 18 Prozent verloren – obwohl der Preis zwischenzeitlich auf über 5.400 Dollar gestiegen war. Geopolitische Risiken allein stützen das Edelmetall offenbar nicht mehr.
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Warum der sichere Hafen nicht mehr schützt
Der eigentliche Treiber des Einbruchs liegt in der Geldpolitik. Die FOMC-Sitzung vom 18. März markierte die Wende: Der neue Dot-Plot signalisiert nur noch eine Zinssenkung für 2026 statt der zuvor erwarteten zwei. Der Dollar legte daraufhin deutlich zu, reale US-Anleiherenditen kletterten auf über 2,5 Prozent.
Das ist das klassische Problem für Gold: Das Edelmetall zahlt keinen Kupon. Steigen die Renditen, wächst der Opportunitätskostendruck für Halter von Gold-Positionen. Die Folge war eine massive Liquidationswelle an den Futures-Märkten. Laut CME FedWatch preist der Markt inzwischen null Zinssenkungen für 2026 ein – zu Jahresbeginn waren es noch bis zu drei.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: Der Ölpreisanstieg – Brent Crude liegt rund 75 Prozent über dem Jahresanfangsniveau – schürt Inflationssorgen. Höhere Inflation bedeutet potenziell höhere Zinsen, was den Druck auf Gold weiter verstärkt.
Technisches Bild und Ausblick
Charttechnisch hat Gold den seit August etablierten Aufwärtstrend gebrochen. Ein sich formendes Death-Cross zwischen dem 20- und 50-Tage-Durchschnitt belastet den kurzfristigen Ausblick zusätzlich. Der RSI ist unter 30 gefallen – ein überverkauftes Signal, das zumindest einen technischen Rebound ermöglicht. Tatsächlich erholte sich der Kurs vom Tagestief unter 4.300 Dollar bis auf rund 4.450 Dollar.
Die entscheidende Marke für die kommenden Tage liegt bei 4.230 Dollar – dort verläuft der 200-Tage-Durchschnitt. Ein nachhaltiger Schlusskurs darunter würde den Abwärtsdruck erheblich ausweiten, mit dem nächsten Auffangniveau erst um 4.000 Dollar.
Für eine Trendwende bräuchte es konkrete Impulse: Schwache US-PMI-Daten am Dienstag oder eine überraschend dovische Aussage von Fed-Chef Powell könnten die Stimmung drehen. Die nächste Fed-Zinsentscheidung fällt am 29. April – dem letzten Meeting vor dem Ende von Powells Amtszeit. Bis dahin dürfte Gold zwischen geopolitischer Unsicherheit und hartnäckigem Zinsdruck eingeklemmt bleiben.
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