Gold: Kern-PCE steigt auf 3,3 Prozent

Gold steigt auf 4.596 Dollar dank Iran-Signalen und Inflationsdaten. Analysten sehen weiteres Potenzial bis 6.000 Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis klettert um 1,53 Prozent
  • Hoffnung auf Iran-Waffenstillstand stützt
  • US-Kerninflation steigt auf 3,3 Prozent
  • JPMorgan prognostiziert 6.000 Dollar

Gold hat eine turbulente Woche mit einem klaren Aufwärtsimpuls beendet. Der Preis kletterte am Freitag auf 4.596,60 US-Dollar — ein Tagesplus von 1,53 Prozent. Zwei Kräfte trieben die Bewegung: geopolitische Entspannungssignale aus dem Nahen Osten und neue US-Makrodaten, die die Zinsdebatte neu entfacht haben.

Hoffnung auf einen Iran-Deal

Im Mittelpunkt stand ein mögliches Memorandum of Understanding zwischen Washington und Teheran. Berichten zufolge zielen die Gespräche auf einen 60-tägigen Waffenstillstand und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab. Der iranische Sprecher Baghaei dämpfte vorschnelle Erwartungen: Eine endgültige Einigung fehlt noch, die Atomgespräche laufen weiter.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?

Trotzdem reichte die bloße Annäherung, um den Goldmarkt zu stützen. Ölpreise gaben nach. Gold drehte ins Plus.

Inflation bleibt hartnäckig

Flankiert wurde die Erholung durch US-Wirtschaftsdaten mit gemischten Signalen. Der Kern-PCE-Index stieg im April auf 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr — leicht über dem März-Wert. Der Chicago PMI überraschte im Mai mit 62,7 Punkten deutlich, während Analysten nur 50,5 erwartet hatten.

Das Ergebnis: Der Markt preist eine weitere Fed-Zinserhöhung bis Jahresende mit 42 bis 50 Prozent Wahrscheinlichkeit ein. Für Gold als unverzinstes Asset bleibt das ein strukturelles Gegengewicht — stark genug, um die Rallye zu bremsen, aber nicht zu stoppen.

Technisches Bild mit klaren Marken

Charttechnisch vollzog Gold am Freitag ein bullisches Reversal. Zuvor war der Kurs auf ein Zweimonatstief bei 4.370 US-Dollar gefallen. Die Unterstützungszone bei 4.381 US-Dollar hielt. Von dort startete die Gegenbewegung — begleitet von neuen Rekordständen im Nasdaq 100 und S&P 500.

Analysten sehen das nächste Kursziel bei 4.660 US-Dollar. Hält die Unterstützung bei 4.381 US-Dollar nicht, drohen Abgaben bis in den Bereich von 4.094 US-Dollar.

Institutionelle Einschätzungen und Marktstruktur

Die großen Häuser bleiben bullish. JPMorgan sieht Gold bis Jahresende bei 6.000 US-Dollar. Goldman Sachs peilt für Ende 2026 ein Ziel von 5.400 US-Dollar an. An den Terminmärkten stiegen die COMEX Netto-Long-Positionen zuletzt um knapp 5.000 Kontrakte auf gut 100.000 Kontrakte.

Ein Gegenwind kommt aus Indien. Dort erhöhte die Regierung die Einfuhrzölle auf 15 Prozent — mit der Folge, dass physisches Gold zeitweise unter dem Weltmarktpreis gehandelt wurde. Der YTD-Zuwachs liegt bei 5,87 Prozent, der Abstand zum Januarhoch von 5.450 US-Dollar beträgt noch rund 16 Prozent.

Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 30. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Gold