Gold: Ost kauft, West verkauft
Während US-Investoren im März massiv aus Gold-ETFs ausstiegen, erreichten asiatische Käufe Rekordniveau. Der schwache Dollar und kommende US-Daten beeinflussen die weitere Richtung.

- Historischer Abfluss aus nordamerikanischen Gold-ETFs
- Rekordzuflüsse bei asiatischen Goldfonds im ersten Quartal
- Schwacher US-Dollar stützt aktuell den Goldpreis
- US-Konjunkturdaten als nächster wichtiger Preistreiber
Der Goldmarkt ist in dieser Woche von einem bemerkenswerten Widerspruch geprägt: Während nordamerikanische Anleger im März in historischem Ausmaß aus Gold-ETFs flüchteten, kauften asiatische Investoren so stark wie nie zuvor. Dieser Gegensatz erklärt einen Großteil der aktuellen Preisdynamik.
Die große Ost-West-Spaltung
Nordamerikanische Gold-ETFs verzeichneten im März Abflüsse von 13 Milliarden US-Dollar — der größte monatliche Abfluss aller Zeiten und das Ende einer neunmonatigen Zufluss-Serie. Der Hintergrund: Geopolitische Spannungen veranlassten US-Investoren, profitable Positionen zu liquidieren, um Liquidität zu schaffen.
Auf der anderen Seite stehen asiatische Gold-ETFs mit Zuflüssen von 2 Milliarden Dollar im März — bereits der siebte Monat in Folge mit Nettozuflüssen. Chinesische Anleger trieben die Käufe voran, gestützt durch Safe-Haven-Nachfrage angesichts fallender Aktienmärkte und einer schwächeren Landeswährung. Das erste Quartal 2026 war damit das stärkste Quartal für asiatische Gold-ETFs aller Zeiten.
Frühe April-Daten zeigen, dass die Zuflüsse nun wieder über alle Regionen hinweg positiv sind — ein erstes Zeichen, dass der März-Ausverkauf abklingt.
Waffenstillstand, Dollar und die nächsten Datenpunkte
Am Donnerstag schloss Gold bei 4.749 Dollar pro Feinunze, kaum verändert gegenüber dem Vortag. Am Mittwoch hatte der US-Iran-Waffenstillstand kurzzeitig einen Kursanstieg von 3,3 Prozent ausgelöst — die Gewinne wurden jedoch rasch wieder abgegeben, als Anleger die Gelegenheit zur Gewinnmitnahme nutzten.
Rückenwind liefert aktuell der schwache Dollar: Der DXY-Index fiel Anfang April unter die 100er-Marke, was Gold für internationale Käufer attraktiver macht. Gleichzeitig bremsen steigende Ölpreise die Erwartungen an US-Zinssenkungen — ein Gegenwind, der Gold seit Kriegsbeginn Ende Februar insgesamt über 11 Prozent gekostet hat.
Technisch bleibt das Bild gemischt. Der RSI liegt bei 43,50, der MACD im negativen Bereich. Der Widerstand bei 4.800 Dollar ist die nächste relevante Hürde, darunter liegt eine wichtige Unterstützungszone bei rund 4.550 Dollar.
Ausblick auf die nächste Handelssitzung
Nach dem Karfreitag-Feiertag öffnet der Markt am 13. April wieder. Analysten erwarten eine Handelsspanne zwischen 4.701 und 4.822 Dollar. In der Woche stehen US-PPI-Daten sowie Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an — beides Datenpunkte, die die Zinssenkungserwartungen der Fed und damit den Goldpreis direkt beeinflussen dürften. Optionsmärkte signalisieren kurzfristig erhöhte Absicherungsnachfrage, zeigen aber für den mittelfristigen Horizont eine konstruktivere Haltung gegenüber Gold.
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