Gold: RoboForex sieht Konsolidierung bis 4.120 Dollar
Gold verliert am Freitag 1,54 Prozent auf 4.098,60 Dollar. Der erstarkte Dollar dämpft die Nachfrage, trotz eines Monatsplus von 1,35 Prozent.

- Gold fällt um 1,54 Prozent
- Dollarstärke belastet Edelmetallpreis
- Monatsplus von 1,35 Prozent
- Konsolidierung zwischen 4.000 und 4.120 Dollar
Gold beendet die Handelswoche mit einem spürbaren Rücksetzer. Der Preis fällt am Freitag um 1,54 Prozent und schließt bei 4.098,60 Dollar je Feinunze. Auslöser ist ein erstarkter US-Dollar, der die Nachfrage nach dem Edelmetall dämpft. Auf Monatssicht bleibt trotzdem ein Plus von 1,35 Prozent stehen — der erste Monatsgewinn seit fünf Monaten.
Dollarstärke bremst zum Wochenschluss
Der Rückgang zum Wochenende zeigt, wie empfindlich Gold derzeit auf Devisenbewegungen reagiert. Ein fester Dollar macht das Edelmetall für Käufer außerhalb der USA teurer. Das drückt kurzfristig auf die Nachfrage, selbst wenn die Grundtendenz seit Monatsbeginn positiv bleibt.
Bereits am Vortag hatte sich die Schwäche angedeutet. Gold bewegte sich zeitweise über der Marke von 4.100 Dollar, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Der Rutsch am Freitag bestätigte diesen Trend.
Charttechnik zeigt enge Konsolidierung
Gold bewegt sich seit vier Wochen in einer engen Dreiecksformation. Nach dem Bruch der Unterstützung bei 4.381 Dollar war der Preis im Juni bis auf 3.960 Dollar gefallen. Dort stabilisierte sich der Markt, Ausbruchsversuche nach oben scheiterten bislang an den Hürden bei 4.200 und 4.159 Dollar.
Der aktuelle Kurs liegt 2,41 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.199,84 Dollar. Das unterstreicht die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen. Der RSI notiert bei 48,6 und signalisiert damit weder Überkauf noch Überverkauf — ein Markt ohne klare Richtung.
Analysten von RoboForex sehen die Konsolidierung vorerst fortgesetzt. Solange der Kurs oberhalb von 4.066 Dollar bleibt, halten sie einen erneuten Test der Zone zwischen 4.101 und 4.120 Dollar für wahrscheinlich. Als Hauptrisiko für dieses Szenario gilt ein weiter erstarkender Dollar vor dem Hintergrund möglicher Fed-Zinserhöhungen im September.
Zinserwartungen bleiben zentraler Preistreiber
Der Markt preist aktuell eine Wahrscheinlichkeit von rund 63 Prozent für eine Zinserhöhung im September ein. Diese Erwartung begrenzt das Aufwärtspotenzial für Gold spürbar. Zuvor hatte die US-Notenbank die Leitzinsen trotz steigender Inflationsrisiken durch neue Spannungen im Nahen Osten unverändert belassen.
Marktanalyst Alex Kuptsikevich von FxPro beschreibt die Lage als Kampf zwischen Käufern und Verkäufern. Keine Seite habe bislang die Oberhand. Die Marke von 4.000 Dollar hielt zuletzt als Unterstützung, neue Höchststände blieben aber ebenfalls aus.
Wichtige Termine der kommenden Woche
Mehrere US-Konjunkturdaten dürften in den kommenden Tagen neue Impulse liefern:
- Montag: Finale Fassung des S&P Manufacturing PMI für Juli
- Im Wochenverlauf: ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (Juni-Wert lag bei 53,3 Prozent, ein Rückgang um 0,7 Punkte gegenüber Mai)
- Freitag: US-Arbeitsmarktbericht mit Nonfarm Payrolls, Arbeitslosenquote und Stundenlöhnen
Der Arbeitsmarktbericht am Freitag dürfte der wichtigste Termin werden. Bereits im Juni hatte sich der US-Arbeitsmarkt spürbar abgekühlt, die Einstellungen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Fällt der Bericht erneut schwach aus, könnten Anleger ihre Zinserhöhungserwartungen für September zurückschrauben. Das würde Gold Auftrieb verleihen. Ein überraschend robuster Bericht dagegen dürfte den Dollar weiter stützen und zusätzlichen Druck auf die Notierungen ausüben. Die Konsolidierungszone zwischen 4.000 und 4.120 Dollar bleibt damit der entscheidende Rahmen für die kommende Handelswoche.
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