Gold: Überraschende Unwegsamkeiten?

Nach neun Monaten Zuflüssen verzeichneten physisch besicherte Gold-ETFs im März deutliche Abflüsse, getrieben von Gewinnmitnahmen und einer veränderten Liquiditätssituation.

Die Kernpunkte:
  • Abflüsse von rund 90 Tonnen Gold aus ETFs
  • Gewinnmitnahmen und Liquiditätsverknappung als Hauptgründe
  • Nordamerika führte regionale Abflüsse an
  • Zentralbankkäufe wirken als stabilisierender Faktor

Nach neun aufeinanderfolgenden Monaten mit globalen Nettozuflüssen endete die Rekordserie bei physisch besicherten Gold-ETFs abrupt. Der März 2026 brachte Abflüsse von rund 90 Tonnen – ein Rückzug im Wert von etwa 12,4 Milliarden US-Dollar.

Noch im Februar hatten die Gesamtbestände dieser ETFs ein Allzeithoch von 4.171 Tonnen erreicht. Der Schwenk kommt daher nicht ohne Signalwirkung. Als Haupttreiber gelten Gewinnmitnahmen und eine breitere Liquiditätsverknappung: Angesichts einer möglichen Neubewertung der Fed-Geldpolitik und eines starken US-Dollars beschafften sich Investoren Barmittel – teils durch den Verkauf von Goldpositionen, um Verluste in anderen Marktsegmenten zu decken.

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Wo die Abflüsse herkamen

Regional verlief die Entwicklung nicht einheitlich. Europa verzeichnete bereits im Februar Nettoabflüsse, während Nordamerika und Asien damals noch zulegen konnten. Im März drehte das Bild: Nordamerikanische Gold-ETFs führten die Abflüsse an.

Strukturell bleibt das Umfeld für Gold zweigeteilt. Steigende US-Anleiherenditen und ein fester Dollar machen zinstragende Alternativen attraktiver – das belastet den Goldpreis. Gleichzeitig stützen geopolitische Spannungen die Nachfrage nach dem Edelmetall als Absicherung. Dass steigende Ölpreise die Inflationserwartungen hochhalten und damit Zinssenkungshoffnungen dämpfen, macht die Gemengelage nicht einfacher.

Zentralbanken als Gegengewicht

Ein stabilisierender Faktor bleibt die Kaufaktivität der Notenbanken. Für 2026 prognostizieren Marktbeobachter monatliche Zentralbankkäufe von rund 60 Tonnen – vor allem aus Schwellenländern. Diese strukturelle Nachfrage dürfte stärkere Kursrückgänge abfedern.

Der nächste wichtige Impuls kommt von der US-Notenbank: Die anstehende FOMC-Sitzung im April gilt als entscheidender Gradmesser. Bestätigt die Fed einen restriktiveren Kurs, dürfte der Druck auf Gold anhalten. Signalisiert sie hingegen Zinsgeduld, könnte das die ETF-Abflüsse schnell wieder umkehren.

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