Gold: Vorsicht im Anmarsch!

Der Goldmarkt reagiert verhalten auf Irans Drei-Phasen-Plan. Die anstehende Fed-Entscheidung und starke Abflüsse aus ETFs belasten das Edelmetall.

Die Kernpunkte:
  • Iran unterbreitet gestuften Verhandlungsvorschlag
  • Goldpreis zeigt sich kaum verändert
  • Fed-Entscheidung am Mittwoch erwartet
  • Zentralbanken stützen Goldnachfrage strukturell

Teheran schickt Washington einen Drei-Phasen-Plan — und der Goldmarkt wartet ab. Spot-Gold notiert am Montag bei rund 4.710 US-Dollar je Unze, leicht im Plus. Hinter der verhaltenen Bewegung stecken gegenläufige Kräfte.

Irans neuer Vorstoß

Außenminister Abbas Araghchi hat den USA über pakistanische Vermittler einen gestuften Vorschlag übermittelt. Phase eins: vollständiger Waffenstillstand und Sicherheitsgarantien. Phase zwei: Regelung der Straße von Hormus. Nuklearfragen kommen erst in Phase drei — und nur bei Fortschritten in den ersten Phasen.

Das ist ein klarer Bruch mit der bisherigen westlichen Verhandlungslogik, die Nuklearfragen stets priorisierte. Ob Washington den Plan aufgreift, ist offen. Trump trifft sich am Montag mit nationalen Sicherheitsberatern im Situation Room.

Öl, Inflation, Fed — das Dreieck drückt Gold

Die Hormuz-Blockade hat Brent Crude über 106 US-Dollar pro Barrel getrieben. Der US-Verbraucherpreisindex kletterte im März auf 3,3 Prozent. Die Fed kann unter diesen Bedingungen nicht senken — und genau das lastet auf Gold. Seit Ausbruch des Konflikts liegt das Edelmetall rund zehn Prozent im Minus.

Ein fester Dollar — der Index stieg auf 99,3 — begrenzt zusätzlich die Aufwärtsbewegung. Westliche ETF-Investoren haben reagiert: Nordamerikanische Goldfonds verzeichneten im März Abflüsse von über 12,7 Milliarden US-Dollar. Laut State Streets April-Monitor war das der größte monatliche Abfluss seit mindestens fünf Jahren.

Strukturelle Stütze durch Zentralbanken

Trotzdem gibt es Käufer. JPMorgan erwartet für 2026 rund 800 Tonnen Zentralbankgoldkäufe — ähnlich dem Niveau von 2025. Die Bank schätzt: Je 100 Tonnen Käufe durch engagierte Zentralbanken entsprechen einem Preisanstieg von etwa 1,7 Prozent.

Im Januar verlangsamten sich die Käufe auf 5 Tonnen monatlich. Die Nachfrage verteilt sich jedoch breiter: Malaysia und Südkorea sind wieder aktiv. China kauft weiter.

Was diese Woche entscheidet

Am Mittwoch fällt die Fed-Entscheidung. Die Märkte rechnen mit 99,5-prozentiger Wahrscheinlichkeit damit, dass der Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent bleibt. Es könnte Powells letzte Sitzung als Vorsitzender sein — Kevin Warsh soll voraussichtlich im Mai übernehmen.

Hinzu kommen die US-BIP-Daten für das erste Quartal. Zeigen sie eine stärkere Abkühlung als erwartet, steigt der Druck auf die Fed, den Zinspfad zu überdenken. Das wäre das eigentliche Signal für Gold. Teherans Diplomatie kann die Richtung vorgeben — die Fed-Kommunikation am Mittwoch setzt den Rahmen.

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