Gold: Waffenruhe, Widerstand, Wende?

Der Goldpreis steigt trotz fallender Energiepreise, da anhaltende geopolitische Risiken und sinkende Anleiherenditen das Edelmetall stützen. Die Marke von 4.900 USD stellt die nächste technische Hürde dar.

Die Kernpunkte:
  • Gold gewinnt trotz sinkender Ölpreise
  • Geopolitische Unsicherheit bleibt bestehen
  • Sinkende Anleiherenditen stützen den Kurs
  • Technische Hürde bei 4.900 US-Dollar

Der Ölpreis bricht ein — und Gold steigt trotzdem. Diese scheinbar widersprüchliche Konstellation prägte den Handelstag am 17. April 2026 und zeigt, wie vielschichtig die Kräfte hinter dem Edelmetall gerade sind.

Eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon öffnete die Straße von Hormus wieder für den kommerziellen Schiffsverkehr. Brent-Rohöl fiel daraufhin um mehr als zehn Prozent auf rund 88 bis 89 USD pro Barrel. Sinkende Energiepreise dämpfen die Inflation — das spricht normalerweise gegen Gold. Allerdings betonte US-Präsident Trump, die Seeblockade gegen den Iran bleibe vollständig in Kraft, bis ein umfassendes Abkommen steht. Die geopolitische Unsicherheit blieb damit bestehen.

Rückenwind aus mehreren Richtungen

Das Edelmetall kletterte vom Tagestief bei rund 4.800 USD auf ein Tageshoch von 4.884,16 USD. Zum Abend notiert es bei 4.868,20 USD — ein Plus von 74,60 USD oder 1,56 Prozent gegenüber dem Vortags-Fixing.

Mehrere Faktoren stützten den Kurs. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sanken von 4,32 auf 4,24 Prozent. Niedrigere Anleiherenditen senken die Opportunitätskosten für Gold. Der US-Dollar schwächte sich ab, was das Edelmetall für internationale Käufer günstiger macht. Chicago-Fed-Präsident Austan Goolsbee signalisierte zudem, dass Zinssenkungen frühestens 2027 kommen dürften — die Zinsen könnten bis dahin bei 3,50 bis 3,75 Prozent verharren.

Widerstand bei 4.900 USD

Technisch hat sich Gold seit den Märztiefs bei rund 4.099 USD deutlich erholt. Die nächste Hürde liegt klar bei 4.900 USD, nahe dem 50-Tage-Durchschnitt. Ein stabiler Schlusskurs darüber würde weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen. Auf der Unterseite gilt 4.700 USD als erste Unterstützung, darunter folgt 4.645 USD.

Das institutionelle Bild bleibt gespalten. Im März flossen rund 13 Milliarden USD aus nordamerikanischen Gold-ETFs ab. Asiatische Märkte liefen in die entgegengesetzte Richtung: Chinesische Fonds verzeichneten im ersten Quartal 2026 Rekordzuflüsse von 8,5 Milliarden USD. Ost kauft, was West verkauft — dieser Trend hält an.

Ob die 4.900-USD-Marke in den kommenden Sitzungen fällt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran entwickeln. Scheitert ein Abkommen, dürfte die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter steigen. Kommt ein Deal, könnte der Druck auf Gold spürbar zunehmen.

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