Gold: Waffenstillstand treibt Rallye

Ein Tweet des US-Präsidenten zu einem zweiwöchigen Waffenstillstand löste eine Goldrallye aus. Die Deeskalation stützt auch andere Märkte, während die strukturelle Nachfrage durch Zentralbanken anhält.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis steigt nach politischer Nachricht deutlich
  • Zentralbanken kaufen weiterhin große Mengen Gold
  • Technische Analyse zeigt wichtige Kursmarken auf
  • Institutionelle ETF-Nachfrage bleibt insgesamt robust

Ein Tweet von Präsident Trump hat heute den Goldmarkt bewegt. Weniger als zwei Stunden vor seiner selbst gesetzten Deadline stimmte Trump einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran zu — und Gold reagierte prompt mit einem Kurssprung von bis zu 3,1%.

Geopolitik als Kurstreiber

Der Spot-Preis überstieg kurzzeitig die Marke von 4.850 Dollar je Unze, bevor er sich zwischen 4.796 und 4.812 Dollar einpendelte. Futures kletterten bis auf 4.834 Dollar. Zum Vergleich: In den Vortagen hatte das Edelmetall noch in einer engen Spanne zwischen 4.650 und 4.680 Dollar notiert, während die Märkte auf Neuigkeiten zur Straße von Hormus warteten.

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Die Deeskalation wirkte sich auch auf andere Märkte aus. Öl fiel unter 100 Dollar je Barrel, der Bloomberg Dollar Spot Index verlor 0,8% — beides stützte Gold zusätzlich, da das in US-Dollar notierte Edelmetall für Käufer in anderen Währungen günstiger wird. Aktien legten zeitgleich mehr als 2% zu.

Der Waffenstillstand mildert zwar die unmittelbaren Eskalationsbefürchtungen, lässt aber Unsicherheiten über Öllieferungen und die Stabilität der Region bestehen. Sollten die Verhandlungen scheitern oder die Kämpfe wieder aufflammen, dürfte die Safe-Haven-Nachfrage nach Gold schnell zurückkehren.

Strukturelle Nachfrage als Fundament

Jenseits der Tagespolitik bleibt die institutionelle Nachfrage ein stabiler Faktor. Zentralbanken kaufen 2026 rund 60 Tonnen Gold pro Monat, getrieben von der Diversifizierung weg vom Dollar. ETF-Zuflüsse unterstreichen das Bild: In den ersten zwei Monaten des Jahres flossen laut World Gold Council netto 78 Tonnen in goldgedeckte ETFs — gegenüber 45 Tonnen im gleichen Zeitraum 2025. Die Bestände des SPDR Gold Shares stiegen von 840 Tonnen Ende 2024 auf zuletzt 1.046 Tonnen.

Im März hatten GLD und IAU allerdings massive Abflüsse verzeichnet, als Anleger nach der Goldpreisrallye infolge des Iran-Krieges Gewinne mitnahmen.

Technische Schlüsselmarken

Aus charttechnischer Sicht liegt das entscheidende Niveau bei 4.798 Dollar — dem 61,8%-Fibonacci-Retracement des März-Rückgangs. Ein bestätigter Tagesschluss darüber wäre das Signal für eine bullische Fortsetzung. Weiterer Widerstand wartet am 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt bei 4.935 Dollar. Nach unten bietet das April-Tief bei 4.554 Dollar die nächste Unterstützung.

Die Makroagenda dieser Woche dürfte für zusätzliche Bewegung sorgen: FOMC-Protokolle, US-BIP-Daten für Q4 und der Verbraucherpreisindex stehen an. Goldman Sachs hält an seinem Jahresendziel von 5.400 Dollar je Unze fest; J.P. Morgan erwartet für Q4 2026 einen Durchschnittspreis von 5.055 Dollar und einen weiteren Anstieg auf 5.400 Dollar bis Ende 2027.

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