Gold: Warsh-Debüt am 28. und 29. Juli

Der Goldpreis zeigt sich vor der ersten Fed-Sitzung unter Kevin Warsh stabil. Analysten erwarten gleichbleibende Zinsen, doch die Inflationsdaten könnten für Bewegung sorgen.

Die Kernpunkte:
  • Gold schließt leicht im Plus
  • Fed belässt Zinsen voraussichtlich stabil
  • PCE-Inflationsdaten im Fokus
  • Geopolitische Spannungen stützen Gold

Zum Start der Fed-Sitzung zeigt sich Gold ruhig. Das Edelmetall schloss am Montag bei 4.081,10 US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 0,63 Prozent. Jetzt wartet der Markt auf die erste geldpolitische Entscheidung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh.

Zinspolitik unter Kevin Warsh

Der Offenmarktausschuss tagt am 28. und 29. Juli. Analysten erwarten, dass die Fed die Leitzinsen bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Trotzdem sorgt Warshs restriktiver Kurs für Nervosität am Goldmarkt. Händler befürchten eine „Higher-for-longer“-Strategie. Manche rechnen sogar mit neuen Zinserhöhungen im späteren Jahresverlauf.

Ein Belastungsfaktor bleibt die Inflation. Am Donnerstag veröffentlicht die Fed den PCE-Preisindex, ihr bevorzugtes Inflationsmaß. Ökonomen erwarten einen Kern-PCE von rund 3,4 Prozent. Das liegt deutlich über dem Zielwert der Notenbank. Höhere Werte könnten steigende Anleiherenditen befeuern und damit Gold weiter belasten.

Geopolitik und Ölpreis bremsen die Rally

Zwei gegensätzliche Kräfte bestimmen aktuell den Goldpreis. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Nachfrage nach dem sicheren Hafen. Die daraus resultierenden hohen Energiepreise verschärfen gleichzeitig die Inflationssorgen.

Steigende Ölpreise gelten oft als Vorbote einer restriktiveren Geldpolitik. Sie begrenzen deshalb das Aufwärtspotenzial von Gold. Der US-Dollar-Index notiert nahe einem 14-Monats-Hoch. Das verteuert Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums und bremst die jüngste Erholung.

Wichtige Marken im Chart

Aus technischer Sicht bleibt die Zone um 4.068 US-Dollar entscheidend. Dort verläuft die 20-Tage-Linie, aktuell der wichtigste Widerstand. Erst ein Tagesschluss oberhalb dieser Marke öffnet den Weg zur nächsten Hürde bei 4.150 US-Dollar.

Der RSI notiert bei 46,8. Das zeigt keine klare Richtung im Markt.

Nach unten bleibt die 4.000-Dollar-Marke die entscheidende Unterstützung. Rutscht Gold darunter, drohen laut Marktbeobachtern Verkäufe bis zum Tief vom Oktober 2025 bei 3.901,30 US-Dollar.

Aktuell stützen physische Käufe aus Asien den Kurs knapp oberhalb der 4.000-Dollar-Grenze. Die Fed entscheidet am Mittwoch über die Zinsen, am Donnerstag folgen die PCE-Daten. Beide Termine dürften die Richtung für die kommenden Handelstage vorgeben.

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