Gold: Wettbewerb bleibt stark

Vier Wochen in Folge klettert das Edelmetall nach oben. Am Freitag ging Gold bei 4.849 US-Dollar aus dem Handel und verbuchte damit ein Tagesplus von 1,34 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein solider Zuwachs von knapp zwölf Prozent auf der Anzeigetafel. Ein robuster Trend, der in den kommenden Tagen einem massiven Stresstest unterzogen wird.

Zinsentscheid blockiert den Weg nach oben

Das zentrale Ereignis für den Goldmarkt wirft seine Schatten voraus. Am 28. und 29. April tagt die US-Notenbank. Die Finanzmärkte haben ihre Erwartungen bereits fest zementiert. Laut der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Leitzinsen bei über 99 Prozent. Dieses Szenario begrenzt das kurzfristige Aufwärtspotenzial für das zinslose Edelmetall erheblich.

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Bevor Fed-Chef Jerome Powell vor die Presse tritt, prasseln in dieser Woche wichtige Wirtschaftsdaten auf die Investoren ein. Diese Termine formen die Erwartungshaltung für die künftige Geldpolitik:

  • 21. April: Wöchentliche US-Beschäftigungsdaten (ADP)
  • 23. April: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und PMI-Daten
  • 24. April: Inflationserwartungen der Universität Michigan

Zentralbanken stützen das Fundament

Abseits der kurzfristigen Zinsdebatte profitiert Gold von einer strukturellen Macht. Der offizielle Sektor kauft unermüdlich weiter. Der World Gold Council rechnet für das laufende Jahr mit weltweiten Notenbank-Käufen von rund 850 Tonnen. Das entspricht in etwa dem extrem hohen Vorjahresniveau.

Besonders die Nationalbank Polens fällt als Akteur auf. Im Februar stockte sie ihre Reserven um 20 Tonnen auf und nähert sich schrittweise ihrem Langfristziel von 700 Tonnen. Parallel dazu verzeichnen China und Usbekistan monatelange Nettozuflüsse. Bemerkenswert ist dabei ein tieferliegender Trend zur De-Dollarisierung. Inzwischen lagern 59 Prozent der Zentralbanken zumindest einen Teil ihres Goldes im eigenen Land — ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr.

Technisch bewegt sich das Edelmetall aktuell knapp unterhalb der wichtigen 50-Tage-Linie von rund 4.907 US-Dollar. Ein nachhaltiger Sprung über diese Marke würde neue Kaufsignale generieren. Scheitert der Ausbruch an starken US-Arbeitsmarktdaten, rückt die übergeordnete Unterstützungszone bei 4.550 Dollar in den Fokus der Händler.

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