Goldman Sachs Aktie: Historischer Ölschock

Goldman Sachs stuft die Blockade der Straße von Hormus als größten Angebotsschock der Geschichte ein und hebt seine Ölpreisprognosen deutlich an.

Die Kernpunkte:
  • Brent-Prognose für 2026 von 77 auf 85 Dollar erhöht
  • Asien trägt Hauptlast der regionalen Versorgungskrise
  • Marktpreis übertrifft bereits neue Bankprognosen
  • Strukturwandel bei langfristiger Risikowahrnehmung erwartet

Goldman Sachs steht im Mittelpunkt einer der dramatischsten Neubewertungen der Rohölmärkte seit Jahrzehnten. Die Analysten der US-Investmentbank stufen den aktuellen Angebotsschock infolge der Blockade der Straße von Hormus als größten in der Geschichte der Rohölmärkte ein – und ziehen daraus weitreichende Konsequenzen für ihre Preisprognosen.

Konkret: Das Goldman-Team hat den Durchschnittspreis für Brent-Rohöl für März und April von 98 auf 110 Dollar angehoben. Für das Gesamtjahr 2026 klettert die Prognose von 77 auf 85 Dollar. Heute Morgen notiert Brent bereits bei rund 113,32 Dollar – die Marktentwicklung läuft dem Bankhaus also förmlich davon.

Asien trägt die Hauptlast

Der Schock hat sich nach Goldman-Einschätzung bislang noch nicht vollständig auf den Westen ausgeweitet. Es bleibe vor allem eine regionale Krise – mit extremen Auswirkungen auf Asien, das typischerweise rund 95 Prozent der Hormus-Importe abnimmt. Dort herrscht akute Verknappung.

Die Folgen für die globale Energieinfrastruktur sind dennoch erheblich. Seit Kriegsbeginn am Persischen Golf wurden laut Internationaler Energieagentur in neun Ländern mindestens 40 Energieanlagen schwer beschädigt. Eine vollständige Rückkehr zur Vorkriegs-Versorgungslage werde erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.

Strukturwandel bei den Energierisiken

Goldman erwartet nach einer möglichen Wiedereröffnung der Straße von Hormus eine politische Reaktion: Strategische Reserven sollen auf ein höheres Niveau aufgebaut werden. Zudem dürften die Märkte künftig einen dauerhaften Sicherheitsaufschlag in die langfristigen Ölpreise einpreisen – ein struktureller Wandel in der Risikowahrnehmung.

Die geopolitische Lage bleibt vorerst angespannt. Trump hat dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum zur Öffnung der Meerenge gestellt und mit Angriffen auf iranische Kraftwerke gedroht. Teheran antwortete mit Gegendrohen gegen Energie- und Wasserinfrastruktur in der gesamten Region. Ein Bündnis von 22 Ländern unter britischer Führung – darunter NATO-Staaten sowie Japan und Südkorea – arbeitet unterdessen an einer Lösung zur Freigabe der Durchfahrtroute.

Für Goldman Sachs bedeutet das aktuelle Umfeld vor allem eines: Die Prognosemodelle der vergangenen Jahre taugen als Maßstab kaum noch.

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