Goldpreis auf Talfahrt – ist eine Wende in Sicht?

Seit Anfang November hat der Goldpreis deutlich nachgelassen. Aktien und sogar Staatsanleihen sind gefragt, das Edelmetall zum Krisenschutz derzeit nicht. Die letzten Wochen hat Gold jeweils mit einem Verlust beendet und Erholungszeichen sind eher nicht in Sicht. Vor allem Anleger, die zu höheren Notierungen investiert haben, hoffen auf die Wende. Doch dafür spricht momentan nicht besonders viel.

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Noch hält sich der Goldpreis tapfer über der Marke von 1.150 US-Dollar. Doch angesichts des Abwärtstrends der letzten Wochen könnte auch diese bald fallen. Zum Vergleich: Im Juli und August lag Gold zwischenzeitlich noch bei mehr als 1.350 Dollar. Mit dieser Talfahrt hatten die wenigstens Experten gerechnet – vor allem mit einem zukünftigen Präsidenten Donald Trump.

Es sieht momentan nicht gut aus für den Goldpreis

Im Augenblick ist Gold nicht gerade oben auf der Einkaufsliste der Investoren. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen steigen die Aktienmärkte – vor allem in den USA. Gold als sicherer Hafen ist in diesen Zeiten nicht gefragt, es zahlt keine Dividende und es wirft keine Zinsen ab.

Zum anderen erwarten viele Anleger mit der Wahl Donald Trumps offensichtlich neue konjunkturelle Impulse – was wiederum Aktien beflügelt. Infrastruktur-Programme im Billionen-Bereich dürften hier tatsächlich etwas bewirken. In den Sternen steht allerdings noch, ob diese Programme auch umgesetzt werden und wie sie finanziert werden. Auch der steigende Dollar-Kurs belastet den Goldpreis.

Keine Wende in Sicht – der Wind kann aber auch schnell drehen

Der negative Trend beim Goldpreis kann also durchaus noch eine Weile anhalten. Denn die Fakten sprechen derzeit gegen das Edelmetall. Aber abschreiben sollte man Gold auch kurzfristig nicht.

Der Grund: Viele negative Aspekte scheinen bereits eingepreist und der Wind kann zügig drehen. So kann beispielsweise schon die morgige Fed-Sitzung neue Impulse bringen – allerdings in beide Richtungen. Spekulative Anleger sollten Gold also nicht aus Augen verlieren und auch steigende Preise in Betracht ziehen. Antizyklisches Investieren macht schließlich oft Sinn.

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