Goldpreis LBMA: 200-Dollar-Abschlag in Indien
Steigende US-Renditen und ein Importzoll-Schock aus Indien setzen den Goldpreis massiv unter Druck. Der Spotpreis fällt auf 4.539 Dollar.

- US-Anleiherenditen auf Höchststand
- Fed-Zinssenkungen 2026 unwahrscheinlich
- Indien erhöht Goldimportzölle drastisch
- Technische Unterstützung bei 4.479 Dollar
Steigende US-Anleiherenditen, eine hawkishe Fed und ein struktureller Nachfrageeinbruch aus Indien— Gold hat eine der schwersten Wochen seit Monaten hinter sich. Der Spotpreis notiert zum Wochenauftakt bei rund 4.539 US-Dollar je Unze. Das entspricht einem Minus von knapp 4 Prozent gegenüber der Vorwoche.
Rentenmarkt setzt den Ton
Der stärkste Gegenwind kommt vom US-Rentenmarkt. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen kletterte auf rund 4,63 Prozent— den höchsten Stand seit Januar 2025. Das lange Ende der Kurve zog noch stärker an: Die 30-jährige Rendite schloss am Freitag bei 5,13 Prozent.
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Treiber ist ein Energiepreisschock infolge des Nahost-Konflikts. Die Straße von Hormuz ist weitgehend gesperrt. Das frisst sich in die US-Inflation— Großhandels- und Verbraucherpreise stiegen zuletzt so stark wie seit Jahren nicht mehr.
Die Folge: Händler schließen Fed-Zinssenkungen für 2026 vollständig aus. Mehr noch— sie sehen eine mehr als 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung noch vor Jahresende.
Indien dreht den Goldhahn zu
Ein zweiter Belastungsfaktor kommt aus Asien. Indien hat die Importzölle auf Gold drastisch erhöht— von 6 auf 15 Prozent. Inklusive der Mehrwertsteuer liegt die Gesamtbelastung nun bei über 18 Prozent, gegenüber zuvor rund 9 Prozent.
Die Folgen sind unmittelbar spürbar. Spotmarkt-Abschläge in Indien erreichten ein Allzeithoch von über 200 Dollar je Unze. Juweliere halten sich zurück, Investoren buchen Gewinne.
Das ist kein kleines Detail. Indien gehört zu den weltgrößten Goldkonsummärkten— strukturelle Kaufzurückhaltung dort wiegt schwer.
Technisches Bild bleibt angespannt
Im Kurzfristchart handelt Gold unterhalb beider gleitender Durchschnitte— der 100-Perioden-SMA liegt bei 4.655 Dollar, der 200-Perioden-SMA bei 4.699 Dollar. Der RSI im 4-Stunden-Chart ist auf rund 27 gefallen und damit in überverkauftem Terrain. Das deutet darauf hin, dass das Abwärtstempo nachlassen könnte.
Auf der Unterseite liegt erste Unterstützung bei rund 4.479 Dollar. Darunter folgen 4.351 und 4.306 Dollar als nächste relevante Niveaus. Nach oben bleibt der Weg bis 4.655 Dollar durch den 100-Perioden-SMA versperrt.
Auf Jahressicht steht Gold trotz des jüngsten Rückgangs noch mit rund 5 Prozent im Plus. Das übergeordnete Bild bleibt konstruktiv— solange die Zone zwischen 4.000 und 4.200 Dollar hält.
FOMC-Protokoll als Wochenhighlight
Das Protokoll der April-Sitzung der US-Notenbank erscheint am Mittwoch. Hawkishe Signale— höhere Zinsen für längere Zeit— würden den Dollar stärken und Gold weiter belasten. Parallel dazu stehen Mai-PMI-Daten und die Inflationserwartungen der University of Michigan auf dem Kalender. Wer den nächsten Richtungsimpuls bei Gold sucht, wird am Mittwoch fündig.
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